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München - Nach SPORT1-Informationen flüchtete Bayern-Transfer Serdar Tasci auch wegen der Spannungen zwischen Russland und der Türkei von Spartak Moskau. Dabei brennen auch Fahnen.

Das sind bedenkliche Details:

Beim überraschenden Last-Minute-Transfer von Serdar Tasci zum FC Bayern haben auch politische Gründe und die aktuellen Spannungen zwischen Russland und der Türkei eine entscheidende Rolle gespielt.

Wie SPORT1 erfuhr, fühlte sich der 28-Jährige bei Spartak Moskau zuletzt immer unwohler. Wie sein Berater Ahmet Bulut bestätigte, wurde während eines Ligaspiel von den eigenen Fans eine türkische Fahne verbrannt.

"Serdar hatte keine Angst, aber die politischen Vorkommnisse in Moskau mit den Fans und den brennenden Fahnen waren natürlich auch ein Grund für den Wechsel", so Bulut.

Russische Sanktionen gegen Türkei

Bei dem deutschen Ex-Nationalspieler, der auch einen türkischen Pass besitzt und Sohn türkischer Eltern ist, reifte immer mehr der Entschluss, Verein und Land zu verlassen, auch wenn sich dem Vernehmen nach die Spartak-Verantwortlichen hinter Tasci stellten.

Hintergrund für die aufgeheizte politische Situation: Russland hatte unlängst die Türkei für den Abschuss eines Kampfjets im November sanktioniert.

Das hatte auch für den Sport Konsequenzen, Russlands führende Politiker forderten rasch den Ausschluss türkischer Sportler. (HINTERGRUND: Darum hilft Tasci den Bayern) 

Tasci war davon angesichts seines deutschem Passes und der Bundesrepublik als Geburtsland eigentlich nicht wirklich betroffen.

Berater: Abgang wie eine Befreiung 

Für einige Verwirrte, die sich auf Tascis türkischen Familien-Hintergrund beschränkten, spielte das aber offenbar keine Rolle.

Berater Bulut erklärte SPORT1, am Ende sei der Abgang aus Russland wie eine Befreiung gewesen. 

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