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Holger Badstuber sieht sich trotz seiner erneuten schweren Blessur nicht als Unglücksrabe. Verletzungen gehörten in seinem Job dazu - Mitleid sei darum nicht angebracht.

Holger Badstuber sieht sich auch nach seiner erneuten schweren Verletzung nicht als Unglücksrabe.

"Mein Körper funktioniert. Ich fühle mich gut, ich fühle mich jung. Deshalb bin ich ganz gewiss kein Pechvogel", sagte der Innenverteidiger des FC Bayern der FAZ.

Auch die Bezeichnung "Katastrophe" lehnt der 26-Jährige ab: "Eine Katastrophe ist das, was letzte Woche in Bad Aibling passiert ist."

Bei einem Zugunglück waren dort elf Menschen gestorben.

Badstuber hat seit einem ersten Kreuzbandriss 2012 insgesamt zweieinhalb Jahre lang verletzungsbedingt gefehlt.

Am Samstag erlitt er eine Sprunggelenksfraktur, was einige weitere Monate Pause nach sich zieht.

Es sei ein "Trainingsunfall ohne Verbindung zu vorherigen Verletzungen" gewesen, sagte Badstuber und sprach von einer "Alltagsverletzung, die mich nicht umhaut".

Er sei dennoch zuversichtlich, diesen Sommer wieder spielen zu können.

Mitleid hält der Nationalspieler für unangebracht: "Das ist mein Leben, das ist mein Job, das ist das Risiko, das dazugehört, und das bin ich eingegangen. Und wenn es wieder passiert, nehme ich es an."

Vielleicht sehe der Zuschauer in ihm "das wahre Leben, wie es auch in der großen Fußballwelt sein kann - von großen Höhepunkten bis zu üblen Tiefschlägen". Dies erkläre die große Anteilnahme.

Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge zeigte sich beeindruckt von Badstubers Kampfgeist.

"Was er an Verletzungen erlitten hat, geht ja fast auf keine Kuhhaut mehr", sagte der 60-Jährige bei fcb.tv. "Aber was mir gefällt: Er geht sofort wieder mit Optimismus an die Sache, das ist wunderbar."

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