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München - Die Citizens verkünden die Verpflichtung von Pep Guardiola, der mit den Münchnern aber noch viel vor hat. SPORT1 erklärt, was das Ganze für den FC Bayern bedeutet.

Verschwörungstheoretiker dürften am Montag und Dienstag ihr Hochfest gefeiert haben.

Eine der schönsten Theorien, die nach der offiziellen Verkündung von Pep Guardiolas Wechsel vom FC Bayern München zu Manchester City im Sommer verbreitet wurde, ging folgendermaßen:

Guardiola soll bereits diesen Sommer im Hintergrund die Verpflichtung von Kevin De Bruyne zu den Citizens betrieben haben – und im Umkehrschluss seinem aktuellen Arbeitgeber die Verpflichtung des belgischen Mittelfeld-Künstlers zumindest subtil madig gemacht haben.

Nun ist das Bild, wie Guardiola bei Karl-Heinz Rummenigge im Büro sitzt und dem Vorstandsvorsitzenden der Münchner weißmacht, dass Bayern De Bruyne nicht brauche, irgendwie putzig. Andererseits aber natürlich totaler Quatsch.

Eine gewisse Brisanz birgt die offizielle Verkündung eines der schlechter gehüteten Geheimnisse des Weltfußballs ausgerechnet am letzten Tag der Transferperiode auch so.

SPORT1 erklärt, was Manchesters Verkündung für den FC Bayern bedeutet.

Gerüchte um Spieler

Wie die Sun berichtete, soll City bereits an einem 100-Millionen-Euro-Deal für Robert Lewandowski basteln. Nicht mehr Madrid, nein, nun soll Manchester die neue Lieblingsstadt des Bayern-Stürmers sein. Weil Guardiola seinen Lieblingsspieler unbedingt mitnehmen möchte. Lewandowski oder nix?

FC Bayern Muenchen v 1899 Hoffenheim - Bundesliga
ManCity soll bereit sein, 100 Millionen Euro für Robert Lewandowski zu zahlen © Getty Images

Diese Behauptung kann man sich ruhig einmal auf der Zunge zergehen lassen. Pep Guardiola, dieser bekennende Mittelfeldspieler-Fetischist, soll also auf einen Mittelstürmer als Einstandsgeschenk in England bestehen.

Nur damit das klar ist: Guardiola hat nichts gegen Lewandowski.

Aber: Spielt in Sergio Agüero nicht bereits seit Jahren ein Mittelstürmer in Manchester, der Guardiolas Idealvorstellung eines zentralen Angreifers sehr nahe kommt?

Agüero ist schnell, trickreich, wendig, torgefährlich und fast ein Mittelfeldspieler. Und: War nicht Neymar, den Guardiola tatsächlich schon gerne bei Bayern trainiert hatte, vergangene Woche noch das absolute Wunschobjekt der Citizens?

Karlsruher SC v FC Bayern Muenchen  - Friendly Match
David Alaba soll wie Lewandowski im Fokus der Citizens stehen © Getty Images

Wie auch immer. Neben Lewandowski nennt die Sun auch David Alaba als mögliches Einstandsgeschenk für den neuen Trainer. Auf der Position des Linksverteidigers hat City tatsächlich Bedarf.

Klar ist: Es werden bis zum Saisonende noch einige Transfergerüchte aus Manchester den Weg auf das europäische Festland finden.

Mögliches Aufeinandertreffen in der Champions League

Manchester City trifft im Achtelfinale der Champions League (24. Februar und 15. März) auf Dynamo Kiew, hat durchaus gute Chancen, ausnahmsweise einmal das Viertelfinale zu erreichen.

Wo sie auch auf Bayern treffen könnten, wenn die Juventus bezwingen. Wem würde Guardiolas Herz dann mehr gehören? Nun kann niemand in andere Menschen hineinblicken, in den distanzierten Guardiola sowieso nicht. Aber eigentlich könnte der Katalane im Fall der Fälle nichts Besseres passieren als City auszuschalten.

Dass er bei Bayern 2013 das Erbe von Triple-Jupp Heynckes übernehmen musste, war eher unglücklich. Guardiolas Mantra vom "hier zählt nur das Triple" hatte immer auch einen leicht klagenden Ton.

Außerdem: Sollte er irgendwann mindestens einen Champions-League-Titel mit Barcelona, Bayern und Manchester City in der Vita stehen haben, könnte wirklich niemand mehr an seinem Legendenstatus rütteln.

Lame-Duck-Debatte und Maulwurf-Affäre

Erstere haben die Bayern zuletzt durch ihr heftiges Dementieren eher noch selbst angeschoben, als sie im Keim zu ersticken.

Nun können sich Citys aktueller Trainer Manuel Pellegrini und Guardiola einen kleinen Wettkampf liefern, wer die größere lahme Ente ist. Und sei es nur ein kleiner Phantom-Kampf.

Konkreter ist da schon der Whistleblower im roten Trikot, der dem kicker vergangene Woche von schlechter Stimmung in der Mannschaft erzählte.

Grund für die miese Laune bei den Profis soll ja auch die neu reglementierte Freizeitgestaltung beim Rekordmeister gewesen sein. Spieler sollten sich an ihren freien Tagen erholen und nicht in der Weltgeschichte herumreisen, sagte Guardiola sinngemäß.

Am Montag bestiegen übrigens nach dem Training zwei wichtige Mitglieder der Mannschaft einen Privatjet: Javi Martinez flog nach Spanien, um sich am lädierten Meniskus operieren zu lassen; Pep Guardiola ließ sich auch zum Flughafen fahren. Sein angebliches Ziel: England. Schließlich lebt dort sein Bruder und Berater Pere.

Und zufällig kommt da auch sein neuer Verein her. 

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