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Christian Heidel wird Schalkes neuer Manager und Vorstand Sport und Kommunikation © Imago

Mainz - Die Zeit der Gerüchte ist vorbei: Christian Heidel beerbt Horst Heldt auf Schalke. Der Mainzer Manager nimmt an der Seite von FSV-Präsident Harald Strutz zu seinem Wechsel Stellung.

Seit Sonntag ist es offiziell: Christian Heidel wechselt nach Saisonende vom FSV Mainz 05 zum FC Schalke 04 und beerbt Horst Heldt. In Gelsenkirchen erhält er einen Vertrag bis 2020 und wird als Manager und Vorstand Sport und Kommunikation agieren. 

05-Präsident Harald Strutz hat gemeinsam mit Heidel zu dieser Entscheidung im Rahmen einer Pressekonferenz am Montag in der Coface Arena Stellung bezogen. 

  • "Ein krasser Einschnitt für Mainz, aber eine nachvollziehbare Entscheidung"
  • "Ich weiß, was ich aufgebe, möchte aber eine neue Herausforderung" 

SPORT1 hat die gesamte Pressekonferenz zum Nachlesen im Ticker:

+++ Keine Ablöse für Heidel +++

Heidel steht offiziell noch bis 2017 bei Mainz unter Vertrag, doch die Rheinhessen verlangen keine Ablöse für ihn. Strutz meint: "Darüber haben wir uns Gedanken gemacht. Es ging in erster Linie um die Freigabe und die bekam Christian. Wir wollten ihm keine Steine in Weg legen."

+++ "Das muss sich setzen" +++

"Ich freue mich auf der einen Seite riesig, auf der anderen bin ich traurig. Das muss sich setzen. Ich weiß ja gar nicht, wie es ist, den Verein zu wechseln. Das wird sehr emotional, aber ich werde das hinkriegen. Ich bin gespannt, wie meine Gefühlswelt aussehen wird. Jetzt kann ich sie nicht beschreiben."

+++ Kein Urteil über Schröder +++

"Bildet euch ein Urteil, wenn er da ist", sagt Strutz zu den Journalisten.

+++ Abschlussgespräch entscheidend +++

"Das Gespräch gestern auf Schalke war mir extrem wichtig. Wer vorher dachte, dass was perfekt wäre, lag falsch."

+++ Lob für Heldt ++

"Ich fand es super, wie er sich gestern geäußert hat. Schalke hat mit Sicherheit Vertrauen in ihn. Für mich geht es auf Schalke erst los, wenn die Saison vorüber ist." 

+++ "Ich tue alles für Mainz' Erfolg +++

"Wir haben durch die EM das Glück, dass die Saison schon Mitte Mai zu Ende ist. Man kann mir abnehmen, dass ich hier alles für Mainz Erfolg tun und eine Basis für eine erfolgreiche Zukunft legen werde. Natürlich werde ich mich damit befassen, was auf Schalke passiert. Es würde mir keiner glauben, wenn ich sage, dass mich Schalke bis zum 15. Mai gar nicht interessiert. Alles andere wäre Quatsch", sagt Heidel. 

+++ Schröder wird Heidels Nachfolger +++

"Wir werden ohne Christian nicht zusammenbrechen. Wir sind gut aufgestellt und sind uns mit Rouven Schröder einig. Wir sind uns sicher, dass er seine Sache gut machen wird", sagt Strutz. Allerdings müsse man noch die Ablösemodalitäten klären.

+++ Geld spielt keine Rolle +++

"Das Geld hat 0,0 meine Entscheidung beeinflusst. Lese auch täglich, was ich angeblich verdiene. Das beschäftigt mich nicht. Es geht um eine neue Herausforderung", sagt Heidel.

+++ Heidel über die neue Herausforderung +++

"Schalke wird eine große Herausforderung. Mir ist bewusst, dass es Skeptiker gibt. Aber eine einfache Aufgabe hätte mich nicht gereizt."

+++ Heidel über Schalkes Fluktuation +++

"Eher ein Grund, der mich gereizt hat. Ich will eine Herausforderung."

+++ "Mainz wird seinen Weg gehen" +++

"Ich werde bis zum Sommer nicht über Schalke sprechen und nach dem Sommer keine Kommentare über die Arbeit in Mainz verlieren. Das wäre respektlos. Ich bin mir sicher, dass der Verein auch ohne mich seinen Weg gehen wird."

+++ "Anruf von Schalke kam im Juni" +++

"Im Juni kam der Anruf vom Schalke und dann habe ich angefangen, darüber nachzudenken." Heidel gesteht: "Würde Mainz jetzt im Abstiegskampf stecken würde, hätte ich es nicht gemacht. Ich freue mich jetzt auf Schalke, war gestern aber nicht in Jubelstimmung. Ich habe auf der Heimfahrt keinen Champagner geköpft." 

+++ "Schalke kam auf mich zu" +++

Heidel muss tief schlucken und Pausen beim Sprechen machen: "Schalke kam auf mich zu. Ich habe nicht gesucht. Ich wäre vermutlich auch hier geblieben, wäre kein anderer Klub auf mich zugekommen."

+++ Heidel sichtlich gerührt +++

Jetzt spricht Heidel. Der Noch-Manager der Mainzer: "Ich hätte nicht gedacht, diesen Verein einmal zu verlassen. Diese Entscheidung ist mir extrem schwer gefallen, weil es eigentlich keinen Grund dafür gibt, Mainz zu verlassen. Ich weiß, was ich hier aufgebe. Es ist eine reine persönliche und private Entscheidung, denn ich will noch einmal etwas Neues erleben und mir später nicht sagen, dass ich irgendwas verpasst habe."

+++ "Entscheidung nachvollziehbar" +++

"Christians Entscheidung ist nachvollziehbar Auch wenn wir ihn gerne behalten hätten, haben wir Verständnis für seine Entscheidung. Man hat nicht immer die Chance, bei einem so tollen und großen Verein wie Schalke 04 anzuheuern", so Strutz.

+++ "Ein krasser Einschnitt" +++ 

Zunächst ergreift Strutz das Wort: "Es ist nicht so einfach, die richtigen Worte zu finden. 24 Jahre Zusammenarbeit. Eine großartige Zusammenarbeit. Dennoch ist es auch manchmal Zeit, Abschied zu nehmen - ob man das will oder nicht. Er hat die Geschichte von Mainz in den letzten 24 Jahren maßgeblich geprägt. Es ist ein krasser Einschnitt."

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