vergrößern verkleinern
Hannover 96 Unveils New  Signing Head Coach Thomas Schaaf
Martin Bader ist seit September 2015 Geschäftsführer bei 96. © Getty Images

Martin Bader gesteht nach dem gescheiterten Überfall-Versuch von 96-Jugendspielern Versäumnisse. Trotz Suspendierung wolle man die Betroffenen aber nicht fallenlassen.

Nach Bekanntwerden eines geplanten Raubüberfalls von drei A-Jugendspielern auf eine Spielhalle hat Geschäftsführer Martin Bader Versäumnisse beim Bundesligisten Hannover 96 eingeräumt.

"Der Anspruch muss sein, dass solche Vorkommnisse, die jetzt öffentlich wurden, nicht mehr passieren", sagte der 48-Jährige der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung: "Denn da haben wir etwas falsch gemacht. Weil wir nicht mitbekommen haben, dass es da in der täglichen Arbeit mit den jungen Spielern Defizite gab."

Die 18 und 19 Jahre alten Talente, bei denen die Polizei gestohlene Kennzeichen, Sturmhauben und eine Schreckschusspistole sicherstellte, sind derzeit suspendiert.

"Werden sie nicht fallen lassen"

"Wir werden sie aber nicht komplett fallen lassen", sagte Bader. Der Vorfall habe den Verantwortlichen gezeigt, dass "wir uns noch intensiver um die Betreuung außerhalb des Trainingsplatzes kümmern müssen", ergänzte der Manager.

Bader selbstkritisch

Er habe nach seinem Amtsantritt vor vier Monaten damit begonnen, das Nachwuchsleistungszentrum zu durchleuchten. "Bei uns ist in den letzten Jahren kein Bewusstsein dafür entwickelt worden, wie wichtig Nachwuchsarbeit ist", sagte Bader: "Es wurde zwar immer gesagt, dass sie wichtig ist, man hat das aber nicht zu Ende gedacht."

96 baut derzeit auf dem Gelände des Eilenriedestadions ein neues Nachwuchsleistungszentrum. Damit soll auch die Betreuung der jungen Spieler besser werden.

x
Bitte bewerten Sie diesen Artikel