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Schalke 04 Presents Rangnick As New Head Coach
Einst gemeinsam bei Schalke 04 in der Verantwortung: Horst Heldt (r.) und Ralf Rangnick © Getty Images

Gelsenkirchen - Schalkes Noch-Manager Horst Heldt kündigt eine ordentliche Übergabe mit Nachfolger Heidel an - und wirkt bei SPORT1 aufgeräumt. Doch Ex-Coach Rangnick lästert.

Horst Heldt nimmt das bevorstehende Ende seiner Amtszeit sportlich.

Nachdem der Aufsichtsrat des FC Schalke 04 um Clemens Tönnies am Sonntag Christian Heidel als künftigen Vorstand für Sport und Kommunikation offiziell bestätigt hatte, kündigte der Noch-Manager ein baldiges Treffen mit seinem Nachfolger an.

"Sie sehen mich nicht weinen. Jetzt ist eine Situation, in der Vieles geklärt ist. Nun liegt es auch in meiner Verantwortung, das bestmöglich an meinen Nachfolger Christian Heidel zu übergeben", sagte Heldt auf SPORT1-Nachfrage nach dem 1:1 gegen den VfB Stuttgart.

"Wir werden uns mit Clemens Tönnies gemeinsam zusammensetzen, wenn es die Zeit dann zulässt, und gemeinsam versuchen, eine dementsprechende Übergabe zu machen, jetzt wo es einen Ansprechpartner gibt", erklärte der 46-Jährige.

Rangnick lästert über Schalke

Ab April soll Heidel bei den Königsblauen bereits mit eingebunden werden. Offiziell übernimmt er das Amt zur neuen Saison am 1. Juli, solange steht er noch bei Mainz 05 in der Pflicht. 

Über die Personalentscheidung wurde Heldt am Sonntag von Tönnies telefonisch nach der Wahl des Aufsichtsrates in Kenntnis gesetzt. 

Der frühere Schalke-Coach Ralf Rangnick kritisierte unterdessen das Gebaren der königsblauen Führungsspitze. 

"Ungewöhnlich ist natürlich schon, dass so etwas an einem Spieltag durchgeführt wird", sagte der Trainer des Zweitligisten Red Bull Leipzig bei Sky über das Treffen des Aufsichtsrats mit Heidel. 

"Es ist natürlich Schalke"

"Aber es ist natürlich Schalke. Man muss ja schon froh sein, dass sie nicht versucht haben, es in die Kabine zu verlegen. Aber die war ja schon besetzt heute", lästerte Rangnick.

Dagegen lobte er ausdrücklich das Auftreten von Heldt in den vergangenen Wochen und Monaten. 

"Er war ständig dieser Berichterstattung ausgesetzt und hat trotzdem im Tagesgeschäft seinen Job gemacht", lobte Rangnick. 

Und fügte an: "Hut ab, wie er das gemacht hat ohne nur ein schlechtes Wort über seinen jetzigen Arbeitgeber zu verlieren. Das spiegelt ihn wider, so kenne ich ihn."

Heldt träumt von Europa-League-Finale

Auch an diesem "besonderen Tag", wie Heldt selbst meinte, blieb er loyal. Zudem erklärte Schalkes Sportvorstand auch erstmals offiziell die Champions League zum Saisonziel: "Dafür werde ich noch mal alles versuchen."

Zu seiner eigenen Zukunft wollte Heldt sich nicht äußern. Stattdessen lenkte er den Fokus auf die Gegenwart.

"Wir haben nichts zu verschenken und sollten uns wieder auf das Wesentliche konzentrieren, nämlich Fußball zu spielen", sagte Heldt mit Blick auf das Sechzehntelfinal-Rückspiel in der UEFA Europa League am Donnerstag gegen Schachtjor Donezk.

(Die UEFA Europa League, Do. ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKERHIGHLIGHTS ab 23 Uhr auf SPORT1)

Auch den Gewinn der Europa League schreibt Heldt den Knappen auf die Fahnen. "Basel ist von den Kilometern nicht so weit weg", meinte er unter Anspielung auf das Finale am 18. Mai.

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