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Arturo Vidal schlägt zurück - und die Verantwortlichen des FC Bayern München Karl-Heinz Rummenigge sowie Matthias Sammer springen ihm geschlossen zur Seite:

Der Mittelfeldspieler verbreitete über die sozialen Netzwerke am Mittwochnachmittag eine Erklärung in eigener Sache.

Vidal wehrt sich darin gegen die zuvor verbreiteten Gerüchte um Alkoholkonsum und nächtliche Ausflüge während des Trainingslagers der Bayern in Katar. Darüber hatte am Mittwoch die Sport Bild berichtet.

"Ich möchte erklären, dass die Nachricht, die heute in einer deutschen Tageszeitung veröffentlicht wurde, komplett falsch war", schrieb Vidal auf Spanisch und erklärte, rechtliche Schritte einleiten zu wollen.

Rummenigge greift ein

"Meine Anwälte haben bereits den Auftrag, rechtliche Schritte gegen das Medium einzuleiten, das sich für seine Lügen verantworten wird müssen", so Vidal.

Rückendeckung bekam der Chilene von Karl-Heinz Rummenigge - auch zum Thema Bezüge.

Bayerns Vorstandsboss erklärte auf der FCB-Homepage: "Sport Bild behauptet (...), Bayern-Spieler Arturo Vidal habe während des Trainingslagers in Doha 'das Mannschaftsquartier mehrmals verlassen und bei seiner Rückkehr alkoholisiert gewirkt', und, zum anderen, seine Bezüge würden '8 Mio. Euro netto im Jahr' betragen."

"Beide Behauptungen sind ebenso böswillig wie falsch", ergänzte Rummenigge. 

Auch Sammer wehrt sich gegen Vorwürfe 

Vidal wehrte sich gegen die Berichterstattung und erklärte weiter: "Ich fühle mich zu 100 Prozent meiner Mannschaft verpflichtet und bereite mich für den Rest der Saison vor, die sehr wichtig für uns alle sein wird. Ich danke meinem Klub für die Rückendeckung und danke auch allen Fans, die mir wie immer auf sehr angenehme Art ihre Zuneigung bezeugen."

Zuvor hatte bereits Bayerns Sportdirektor Matthias Sammer die Berichte als "frei erfunden" bezeichnet.

"Arturo Vidal ist in einer sehr, sehr guten Form. Ich war sehr überrascht über das, was ich jetzt gelesen habe. Das stimmt nicht und ist die Unwahrheit - dass das klar ist. Wir haben mit Arturo ein absolut enges Verhältnis. Natürlich sprechen wir ihn auch auf gewisse Themen an. Er selbst hat gesagt, dass da nichts dran ist - unabhängig von Katar, sondern insgesamt. Dagegen werden wir als Klub auch vorgehen - das ist ganz klar", so Sammer.

Und der Sportdirektor ergänzte während der offiziellen Vorstellung von Last-Minute-Transfer Serdar Tasci: "Man versucht vielleicht mit allen Mitteln gegenüber dem FC Bayern, die Liga spannend zu machen. Aber ich kann nur sagen: Sie erreichen das Gegenteil. Wir werden noch enger zusammenrücken, das werden wir nicht zulassen. Im Fall Vidal werden wir mit allen rechtlichen Mitteln vorgehen."

Laut Sport Bild soll Trainer Pep Guardiola nach den angeblichen Eskapaden Vidal vor versammelter Mannschaft eine Standpauke gehalten, ihn aber nicht bestraft haben. Das sollten die Spieler intern regeln.

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