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Julian Draxler hat beim VfL Wolfsburg einen Vertrag bis 2020 © Getty Images

Wolfsburg - Julian Draxler setzt beim faden 2:0 des VfL Wolfsburg das Highlight und macht für das Achtelfinale der Champions League am Mittwoch in Gent Mut.

Als Julian Draxler zwei Minuten vor Spielschluss vom Feld geholt wurde, brandete doch noch Beifall auf. Die Fans applaudierten dem Weltmeister, der mit seinem sehenswerten Tor beim faden 2:0 (2:0) des VfL Wolfsburg gegen den FC Ingolstadt das Glanzlicht gesetzt hatte. Doch vor allem waren alle froh, dass die Misere von sieben sieglosen Spielen endete. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

"Ja, es war klasse gespielt. Ich musste nur noch den Fuß hinhalten", beschrieb Draxler sein viertes Saisontor. Der Ex-Schalker hatte den wegweisenden Treffer selbst vorbereitet. Nach einem Fehler der Gäste passte der 16-malige Nationalspieler nach außen auf Caligiuri, sprintete in den Strafraum und verlängerte zum 1:0 (29.).

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Hecking dämpft die Euphorie

Draxler wirkte nach all dem Frust der letzten Wochen wie befreit. "Die Kritik der Fans war berechtigt. Wir haben lange nicht das gezeigt, was wir können", sagte der 22-Jährige und atmete tief durch: "Das, was unterm Strich steht, sind die drei Punkte, und die brauchten wir heute unbedingt." (DATENCENTER: Tabelle)

Trainer Dieter Hecking sprach von einem wichtigen Tor, das der Mannschaft in einer entscheidenden Phase half. "Julian hat seine Szene gehabt. Er strahlt Torgefahr aus. Dafür haben wir ihn geholt", sagte der VfL-Coach. Zu sehr wollte der Trainer des Jahres seinen 35-Millionen-Euro-Mann aber nicht loben: "Auch Julian ringt um seine Form. Wie für die gesamte Mannschaft gilt auch für ihn: Es geht noch besser."

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Duell mit Gent

Innenverteidiger Robin Knoche sorgte mit seinem Abstauber für das 2:0 (39.) und bot sich für weitere Aufgaben an. Das Eigengewächs muss am Mittwoch im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei KAA Gent (ab 20.45 Uhr LIVE bei SPORT1.fm und im LIVETICKER) von Beginn an ran, weil Abwehrchef Naldo gesperrt ist. "Es hat mich gefreut, dass er getroffen hat. Man sieht noch, dass er ein Dreivierteljahr nicht gespielt hat", sagte Hecking.

Mit Blick auf das wichtige Spiel am Mittwoch forderte Hecking eine deutliche Steigerung. "Wir dürfen nicht so viele Fehler machen. Wir brauchen mehr Ballbesitz, dass der Gegner auch uns hinterlaufen muss", sagte der VfL-Coach, der am Mittwoch einen heißen Tanz erwartet.

Fans erwarten Einsatz

Auch die Wolfsburger Fans hatten ihren Anteil am Sieg der Gastgeber. Mit einem riesigen Plakat ("Reißt euch endlich den Arsch auf") forderten sie eine Reaktion auf die lange Serie ohne Sieg. Zuvor hatte es ein Treffen mit Fans und dem Mannschaftsrat gegeben. "Die Fans hatten darum gebeten. Wir haben das Angebot gerne angenommen", sagte Routinier Marcel Schäfer.

Für den FC Ingolstadt gab es am Ende nichts zu holen. Eine echte Torchance nach Kopfball von Abwehrchef Marvon Matip war zu wenig. Trotz der Niederlage liegt der Aufsteiger aus Oberbayern mit 26 Punkten weiter voll im Soll.

"Die letzten drei Auswärtsgegner Bayern, Dortmund und Wolfsburg waren noch eine Nummer zu groß für uns", sagte Hasenhüttl: "Das ist nicht so schlimm. Wir müssen unsere Punkte sowieso woanders holen."

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