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Mitchell Weiser (r.) verteidigt mit Hertha BSC den dritten Platz
Mitchell Weiser (r.) verteidigt mit Hertha BSC den dritten Platz © Getty Images

Die Berliner setzen ihren Kurs in Richtung Champions League unaufhaltsam fort. Ein Ex-Bayer läutet den Sieg ein. Für Frankfurt wird die Situation immer gefährlicher.

Hertha BSC lässt sich im Kampf um die Champions-League-Plätze nicht abschütteln. Der Berliner Bundesligist setzte sich in einem ereignisarmen Heimspiel gegen Abstiegskanditat Eintracht Frankfurt mit 2:0 (0:0) durch und verteidigte erfolgreich den dritten Tabellenplatz. (DATENCENTER: Tabelle) 

Mit einem Traumtor unter die Latte hatte Mittelfeldspieler Mitchell Weiser die 1:0-Führung (63.) für Hertha erzielt, ehe Stürmer Salomon Kalou mit einem erfolgreichen Solo das 2:0 (78.) gelang. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

Eintracht-Krise hält an

Für die seit über vier Monaten auswärts sieglosen Frankfurter wird die Abstiegsgefahr immer akuter.

Hertha-Trainer Pal Dardai überraschte bei der Aufstellung: Sein Kapitän Fabian Lustenberger musste erstmals in dieser Saison auf der Bank Platz nehmen. Für ihn rückte Vladimir Darida nach abgesessener Gelbsperre zurück ins Team. Die Frankfurter waren ohne ihren Torjäger Alex Meier (Knieprobleme) nach Berlin gereist. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Meier hätte in der ersten Halbzeit ohnehin auf verlorenem Posten gestanden, das Spiel fand fast ausschließlich zwischen den Strafräumen statt. Beide Teams waren vor allem auf Absicherung bedacht, wobei die Hertha etwas mehr Spielanteile hatte.

Frankfurt steht tief

Gegen die dicht gestaffelte Eintracht-Defensive fanden die Berliner aber kaum ein Durchkommen, Torjäger Vedad Ibisevic bekam so gut wie keinen verwertbaren Ball zugespielt. Seine erste Chance in der 40. Minute erarbeitete sich der Bosnier selbst.

Hertha durfte sich beim Pausenpfiff zumindest darüber freuen, zum neunten Mal in Folge in der ersten Halbzeit ohne Gegentreffer geblieben zu sein. Die zweite Halbzeit begann vielversprechend: Ibisevic verpasste eine scharfe Hereingabe von Marvon Plattenhardt nur um einen Fußlänge (48.).

© SPORT1

Kaum Gefahr aus dem Spiel

Doch danach gab es wieder viel Leerlauf, kaum ein Angriff wurde mit Zug zum Tor ausgespielt. Gefahr resultierte fast nur nach Standards, so wie beim Kopfball von Hertha-Innenverteidiger Niklas Stark nach einem Freistoß (61.). Schön herausgespielt waren dagegen die Berliner Treffer durch Weiser und Kalou. (SERVICE: Die Statistik zum Spiel)

Möglicherweise lag das überschaubare Niveau der Partie auch am schlechten Rasen im Olympiastadion, den in den vergangenen Wochen mehrere Gästetrainer kritisiert hatten. Im kommenden Heimspiel darf Hertha endlich auf einem neu verlegten Grün spielen.

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