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Eine Flanke von Julian Brandt (l.) führte zum entscheidenden Tor für Bayer Leverkusen © Getty Images

Leverkusen - Trainer Roger Schmidt feiert eine erfolgreiche Rückkehr auf die Bayer-Bank - unter Mithilfe des HSV. Leverkusens Keeper wird nach Knockout zum Matchwinner. Jedvaj verliert die Nerven.

Bayer Leverkusen hat unter gütiger Mithilfe von Unglücksrabe Albin Ekdal seine Talfahrt in der Bundesliga gestoppt und durch ein verdientes 1:0 (1:0) gegen den Hamburger SV auch die Diskussion um seinen umstrittenen Trainer Roger Schmidt vorerst beendet.

Die Highlights der Partie am Sonntag ab 22.15 Uhr in "Bundesliga Pur" im TV auf SPORT1

Nach zuletzt vier Ligaspielen ohne Sieg sorgte Hamburgs schwedischer Mitteldspieler Ekdal mit seinem Eigentor (18.) für ein unerwartetes Geschenk zum 49. Geburtstag von Schmidt, der nach zuletzt turbulenten Tage im spannenden Kampf um einen Europacup-Platz mal wieder durchatmen konnte. (DATENCENTER: Tabelle)

In der Schlussphase der hitzigen Partie sah Bayers Tin Jedvaj wegen unsportlichen Verhaltens die Gelb-Rote Karte (90.+5). Schon in der UEFA Europa League am Donnerstag bei Villarreal (0:2) hatte der Kroate in der Nachspielzeit die Ampelkarte gesehen. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Leno glänzt nach Knockout

"Man hat am Ende gesehen, dass wir in der Europa League Körner gelassen hatten. Da war viel Chaos, aber egal, das interessiert am Ende keinen", sagte Bernd Leno bei Sky. Der Keeper avancierte in der Schlussphase mit starken Paraden zum Matchwinner - und das obwohl er in der 62. Minute nach einem heftigen Zusammenprall mit Cleber kurzzeitig k.o. gegangen war. "Ich kann mich schon noch an die Szene erinnern, aber ich glaube, mir wurde kurz Schwarz vor Augen", sagte Leno.

"Er ist auf jeden Fall der Held des Nachmittags und hat uns heute den Arsch gerettet", sagte Julian Brandt, der mit seiner Flanke das entscheidende Tor einleitete.

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HSV handert mit vergebenen Chancen

Beim HSV ärgerte sich Aaron Hunt wegen vieler vergebenen Chancen: "Wir hatten mehrere Hundertprozentige, da war wieder mehr drin. Das ist unglaublich ärgerlich."

Bei seinem ersten Liga-Einsatz in der Coachingzone nach seiner verbüßten Innenraumsperre für drei Spiele, aus denen Bayer nur einen Punkt geholt hatte, erlebte das Geburtstagskind von Beginn an einen couragierten Auftritt seiner Mannschaft. Im Gegensatz zum 0:2 im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League beim FC Villarreal drei Tage zuvor zeigte sich Bayer stark verbessert und hatte duch Torjäger Javier "Chicharito" Hernandez bereits nach wenigen Sekunden eine gute Möglichkeit. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

Vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena hatten die Gäste in einer rasanten Anfangsphase aber die beste Chance. Nach einem Fehler von Jonathan Tah tauchte Artjoms Rudnevs alleine vor Bayer-Torwart Bernd Leno auf, der einen frühen Rückstand seiner Mannschaft verhinderte. Kurz darauf vergab auf der anderen Seite Kyriakos Papadopoulos die mögliche Führung für Bayer. (DATENCENTER: Spielplan und Ergebnisse)

Ekdal unglücklich

Dann hatten die Hausherren das Glück auf ihrer Seite, als Ekdal eine Hereingabe von Julian Brandt unglücklich ins eigene Tor abfälschte.

HSV-Torwart René Adler, der zwölf Jahre für Bayer spielte, war machtlos. In der 34. Minute verpasste Lewis Holtby den möglichen Ausgleich, als er aus fünf Metern das Ziel nur knapp verfehlte. Kurz vor der Pause traf auf der Gegenseite Chicharito per Kopf die Latte.

Nach dem Seitenwechsel knüpfte Bayer, das durch die Rückkehr von Abwehrchef Ömer Toprak defensiv wieder stabiler war, an seine gute Leistung an und holte sich Selbstvertrauen für das Rückspiel am Donnerstag gegen Villarreal. Kramer-Ersatz Marlon Frey verfehlte in der 52. Minute nur knapp das HSV-Tor.

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Rudnevs verpasst Ausgleich

Auch in der Folgezeit hatte Bayer mehr vom Spiel und stellte die HSV-Defensive vor große Probleme. Doch auch Rudnevs vergab noch zwei gute Chancen für die Gäste, scheiterte aber jeweils an Leno. Der eingewechselte Stefan Kießling hatte für Bayer eine Viertelstunde vor Schluss das 2:0 auf dem Fuß.

Der ehemalige Leverkusener Emir Spahic, der in der vergangenen Saison einen äußerst unrühmlichen Abgang aus Leverkusen hatte, nachdem er sich mit Ordnern geprügelt hatte, war aufgrund seiner fünften Gelben Karte gesperrt und ersparte sich somit wohl einige Pfiffe.

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