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FC Bayern Muenchen v Werder Bremen - Bundesliga
Der FC Bayern schmeckt wieder einen Sieg in der Bundesliga © Getty Images

München - Vor dem Rückspiel gegen Juventus lassen die Bayern gegen Bremen einige Stars auf der Bank oder ganz draußen. Trotzdem haben die Gäste keine Chance.

Robert Lewandowski, Arturo Vidal, Douglas Costa und Juan Bernat grinsten und alberten wie im Schullandheim. Da ein Schubser, da ein Kniff. An diesem Tag lebte es sich sehr entspannt als Ersatzspieler in München. Zumindest auf einer Seite.

Der FC Bayern schoss sich beim einseitigen 5:0 (2:0) gegen ein chancenloses Werder Bremen auch ohne zahlreiche Stammkräfte warm für das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am Mittwoch gegen Juventus. (DATENCENTER: Spielplan und Ergebnisse)

"Die Leute verstehen nicht, wie schwierig es ist, zehn Spieler im Strafraum zu attackieren und keine Konter zuzulassen. Im Moment gibt es in Deutschland zwei Mannschaften, die das gut machen: Bayern München und der BVB. Kompliment an die Mannschaft", sagte Bayerns Trainer Pep Guardiola.

Thiago trifft nach 748 Tagen

Der überragende Thiago (9.) mit seinem ersten Bundesliga-Tor seit 748 Tagen und Weltmeister Thomas Müller (31.) sorgten beim Startelf-Comeback von Mario Götze bereits vor der Pause für klare Verhältnisse. (DATENCENTER: Tabelle)

Im 100. Bundesliga-Duell mit den personell arg geschwächten Bremern machten Müller mit seinem 19. Saisontreffer (65.), der eingewechselte Robert Lewandowski mit seiner Nummer 24 (86.) und erneut Thiago (90.) alles klar.

"Die Tore vier und fünf ärgern mich sehr", sagte Bremens Manager Thomas Eichin. "Wenn du draußen sitzt, dann fühlt sich das auch für uns an wie eine Bestrafung. Du würdest am liebsten auf den Platz gehen und auch mal einen umhauen."

Die Highlights der Partie am Sonntag ab 9.15 Uhr in "Bundesliga Pur" im TV auf SPORT1

Vor 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena stand WM-Held Götze erstmals seit dem 4. Oktober 2015 (5:1 gegen seinen Ex-Klub Borussia Dortmund) in der Anfangsformation. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Götze mit ordentlichem Auftritt

Der lange verletzte Weltmeister spielte ordentlich, stand in der Bayern-Offensive aber im Schatten von Thiago oder dem dreimaligen Vorlagengeber Kingsley Coman.

Überragender Auftritt des Franzosen © SPORT1

"Gerade nach so einer langen Zeit bin ich froh, dass ich wieder spielen konnte. Was den Spielrhythmus betrifft, würde ich sagen, bin ich bei 80, 90 Prozent. Aber das kommt mit den Spielen wieder", sagte Götze und erklärte seine Auswechslung später: "Als Thiago das erste Tor gemacht hat, habe ich etwas am Ellbogen gespürt, der ist dann angeschwollen. Ich weiß nicht, was passiert ist. Ich glaube nicht, dass es etwas Schlimmes ist."

Götze bekam seine Chance, weil Guardiola mit Blick auf Juventus Superstar Arjen Robben nicht in den Kader nahm; Lewandowski, Douglas Costa und Arturo Vidal saßen auf der Bank. Nur der polnische Torjäger kam noch (74.).

Video

Werder setzte in Abwesenheit der Gelbsünder Clemens Fritz und Zlatko Junuzovic sowie von Ex-Bayer Claudio Pizarro komplett auf Defensive. Jannik Vestergaard, der die erste Chance des Spiels hatte (7.), gab eine Art Libero in der Fünferabwehrkette der Gäste. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

Trainer Viktor Skripnik wollte trotz des Ergebnisses seine Mannschaft nicht zu sehr kritisieren: "5:0 war ein bisschen zu hoch. Ein paar Tore zum Schluss waren unnötig. Wir haben alles gegeben. Mit 30 Prozent Ballbesitz sieht es aus, als wolle man nicht. Unser nächstes Spiel wird viel wichtiger als heute. Unsere Sache sind die Mannschaften ab Platz zehn abwärts. Ich bin zufrieden, dass sich heute niemand verletzt hat."

Ribéry und Coman malträtieren Bremen

Dennoch brachen die spielfreudigen Bayern immer wieder durch, neben Thiago sorgten Franck Ribéry und der agile Coman für einige gefährliche Aktionen.

Thiago brach den Bann nach Comans Hereingabe früh. Nach einem zauberhaften Dribbling des Franzosen staubte Müller artistisch zum 2:0 ab. Werders Torhüter Felix Wiedwald sah dabei allerdings nicht gut aus.

Nach der Pause hatte Thiago Pech mit einem Lattenknaller aus der Distanz (48.). Götze vergab alleine vor Wiedwald die mögliche Vorentscheidung (49.) und wurde fünf Minuten später ausgewechselt.

Bremen wagte sich kaum einmal aus der eigenen Hälfte heraus, so dass die Münchner auf rekordverdächtige Ballbesitzphasen kamen. Nach einem formvollendeten Volleyschuss von Ribéry, den Wiedwald nur abklatschen konnte, staubte Müller zur Entscheidung ab.

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