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Stuttgart - Bayer Leverkusen findet nach dem Aus in der UEFA Europa League in der Bundesliga wieder in die Spur. Völler sagt Trainer Schmidt eine große Zukunft voraus.

Bayer Leverkusen hat drei Tage nach dem Aus in der UEFA Europa League der argen Personalnot getrotzt und in der Bundesliga einen weiteren Rückschlag verhindert.

Das Team von Roger Schmidt gewann bei Lieblingsgegner VfB Stuttgart nach einer engagierten Vorstellung verdient mit 2:0 (1:0) und hat die siebte Europacup-Teilnahme in Serie wieder fester im Visier.

Die schwachen Schwaben, die in den letzten sechs Spielen nur einen Sieg verbuchen konnten, müssen den Blick dagegen wieder nach unten richten. (DATENCENTER: Tabelle)

Völler adelt Schmidt

Für Rudi Völler war der Verantwortliche des Aufschwungs nach schwierigen Wochen schnell ausgemacht. "Der Trainer hat die Mannschaft super eingestellt. Wie er die Mannschaft in dieser Woche vorbereitet hat, das war erstklassig", sagte Leverkusens Sportchef bei Sky.

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Der sonst eher für kritische Worte bekannte Völler legte gleich mit einem Extralob für Schmidt nach: "Wir haben einen klasse Trainer, der noch eine große Karriere vor sich hat."

Bayer, das gleich auf neun (!) Stammspieler verzichten musste, erzielte durch den agilen Junioren-Nationalspieler Julian Brandt bereits in der 11. Minute das 1:0. Karim Bellarabi erhöhte vor 54.522 Zuschauern auf 2:0 (49.). (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

Dutt hadert

"Unter den Voraussetzungen war das eine absolute Top-Leistung von uns. Der Sieg war absolut verdient", fügte Völler hinzu.

Stuttgarts Sportvorstand Robin Dutt war dagegen enttäuscht: "Wir haben heute nicht die Leistung abgerufen wie in den vergagenen Wochen. Wir müssen weiter an unserem Ziel arbeiten."

© SPORT1

Der VfB blieb damit auch im zwölften Spiel in Folge gegen Leverkusen ohne einen Dreier. Bayer, das gegen die Schwaben einige Vereins-Bestmarken hält, zeigte sich nach einigen blutleeren Auftritten dagegen klar verbessert. (DATENCENTER: Spielplan und Ergebnisse)

Calhanoglu gesellt sich zu Ausfällen

Dabei hatte der kurzfristige Ausfall des erkrankten Hakan Calhanoglu die Lage bei Bayer noch verschärft. Kyriakos Papadopoulos, Tin Jedvaj, Ömer Toprak, Roberto Hilbert, Sebastian Boenisch, Kevin Kampl, Charles Aránguiz und Kapitän Lars Bender standen ohnehin nicht zur Verfügung.

Dafür setzte Schmidt auf die jungen Benjamin Henrichs (19) und Wladen Jurtschenko (22), die ihre Sache gut machten. Auf der Bank saßen in Joel Abu Hanna, Patrik Dzalto und Lukas Boeder zudem drei Liga-Neulinge. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

"Wir waren etwas überrascht über die Personalwechsel bei Leverkusen", sagte VfB-Trainer Jürgen Kramny nach der Partie. "Das hat uns Probleme bereitet."

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