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Nach dem erneuten Heimdebakel gegen Werder ist Tin Jedvaj die Enttäuschung anzusehen
Nach dem erneuten Heimdebakel gegen Bremen ist Tin Jedvaj die Enttäuschung anzusehen © Getty Images

Das 1:4-Heimdebakel gegen Werder Bremen zeigt deutlich die Defizite von Bayer Leverkusen. Genau jetzt fallen weitere Spieler aus, Besserung ist vorerst nicht in Sicht.

Der Trainer gesperrt, in der Liga in der Krise und dazu stapeln sich die Verletzten - Bayer Leverkusens Saison nimmt mit dem 1:4 (0:1) gegen Abstiegskandidat Werder Bremen die AUsfahrt Richtung Desaster.

"Das Gesamtpaket ist schwierig, es herrscht Verunsicherung und wir haben so viele Verletzte, wie ich es noch nicht erlebt habe. Es besteht die Gefahr, alles zu verspielen", kommentierte Sportchef Rudi Völler die prekäre Situation.

Leverkusen stürzt ab

Die Vorführung durch die Hanseaten ließ den Werksklub auf den siebten Rang und damit aus den Europacup-Rängen rutschen. Vor drei Spieltagen war Bayer noch Dritter und Anwärter auf die Champions League. Es folgten drei Pleiten und die sportliche Bankrotterklärung gegen Werder.

"Jetzt müssen wir einfach sehen, dass wir uns zusammenreißen - frei nach Reiner Calmund: Stahlhelm auf und dann da durchmarschieren", sagte Trainer Roger Schmidt.

Das von Cheftrainer Roger Schmidt mit seiner Arroganz-Attacke gegen Schiedsrichter Felix Zwayer gegen Dortmund provozierte Innenraumverbot für drei Spiele erschwert die Situation zusätzlich.

Kramer: "Totalversagen"

In einer Loge der BayArena musste der 48-Jährige tatenlos mit ansehen, wie seine Truppe von den zuvor in fünf Spielen sieglosen Norddeutschen auseinandergenommen und gedemütigt wurde. Christoph Kramer machte bei Sky ein "Totalversagen" aus.

Völler versuchte es mit Durchhalteparolen: "Selbstmitleid wäre das Schlimmste. Wir müssen wieder aufstehen." Schmidt sieht derweil keine eigene Schuld für die Lage: "Ich habe ein reines Gewissen, weil ich alles mache, was ich machen kann."

Die Stimmung bei den Spielern ist getrübt: "Es war ein schlimmer Tag, wir machen eine schwere Zeit durch", konstatierte Karim Bellarabi. Doch Hoffnung auf Besserung gibt es kaum. Das ohnehin schon üppige Verletzten-Lazarett (sieben Verletzte) wurde durch Roberto Hilberts Ausfall (Schlüsselbeinbruch) noch erweitert.

Tah zurück, Hernandez gesperrt

Hilbert wird voraussichtlich sechs Wochen fehlen. Zwar dürfte am Samstag beim FC  Augsburg (ab 15.30 Uhr Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) Innenverteidiger Jonathan Tah wieder zurückkommen, doch dafür handelte sich Torjäger Javier Hernandez wegen Meckerns die Fünfte Gelbe Karte ein und ist gegen die Schwaben gesperrt.

Der bemitleidenswerte Drei-Spiele-Trainer Markus Krösche, der während der Partien den gesperrten Schmidt auf der Bank vertritt, muss mit dem letzten Aufgebot antreten. Und in der kommenden Woche wartet schon das Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League beim FC Villarreal (10. März, ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und in unserem Sportradio SPORT1.fm).

Immerhin gilt für Schmidt in Augsburg letztmals ein Innenraumverbot; zwei weitere Spiele wurden zur Bewährung ausgesetzt.

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