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Wili Lemke plädiert für eine zweite Chance für Uli Hoeneß. Der einstige Intimfeind des ehemaligen Bayern-Präsidenten macht sich für eine Rückkehr in den Fußball stark.

Willi Lemke (69), ehemaliger Manager und Aufsichtsrats-Chef des Bundesligisten Werder Bremen, hat sich für eine Rückkehr von Uli Hoeneß (64) in den Fußball ausgesprochen.

"Für mein Verständnis ist es völlig korrekt, ihm jetzt eine Rehabilitations-Chance zu geben. Ich wünsche ihm und seiner Familie von Herzen, dass er für das Wohl des Sports in Deutschland weiter zur Verfügung steht und die Familie in Zukunft nicht zu sehr strapaziert", sagte Lemke, einstiger Intimfeind von Hoeneß, am Rande der Vergabe des DFB- und Mercedes-Benz-Integrationspreises in Dortmund.

Hoeneß war am 29. Februar nach 637 Tagen Haft vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden. Der Ex-Nationalspieler war am 13. März 2014 wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Zuletzt hatte Hoeneß eine Rückkehr ins Präsidentenamt beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München erneut nicht ausgeschlossen.

"Uli Hoeneß braucht nicht zum FC Bayern zurückzukehren, denn er ist nie weg gewesen", sagte Lemke, der hofft, dass Hoeneß bei allen sportpolitischen Ambitionen das Familienleben nicht aus den Augen verliert: "Denn ich glaube, sagen zu können, dass die Familie in den letzten Jahrzehnten möglicherweise ein bisschen zu kurz gekommen ist. Da würde ich ihm die Daumen drücken, nicht nur auf Bayern zu schauen, sondern auch auf seine Familie."

Lemke, der seit 2008 als Sonderberater des UN-Generalsekretärs Ban Ki-Moon für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden tätig ist, war am Montagabend mit dem Integrationspreis in der Kategorie "Sonderpreis" ausgezeichnet worden.

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