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Gelsenkirchen - Der Schalke-Boss kämpft gegen undichte Stellen im eigenen Klub. Eine drakonische Summe soll Verantwortliche davon abhalten, Interna nach außen zu tragen.

Im Fußball wird bekanntlich viel getuschelt. Und auf Schalke wahrscheinlich noch ein bisschen mehr als anderswo. Das wiederum missfällt einigen in und um Gelsenkirchen.

Knappen-Boss Clemens Tönnies kann Gerüchten um S04 wenig abgewinnen. Erst recht nicht, wenn sie aus den eigenen Reihen lanciert werden. Deshalb plant der Vorstandsvorsitzende jetzt drakonische Strafen für Verantwortliche, die Klubinterna preisgeben.

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Wie das WAZ-Portal Der Westen berichtet, will der 59-Jährige Mitglieder des Aufsichtsrates mit bis zu 500.000 Euro belangen, sollten sie Informationen an die Öffentlichkeit weitergeben. Entsprechende Pläne soll Tönnies bei einem Fan-Treffen in Münster geäußert haben.

Mit der harten Strafe will der Schalke-Boss offenbar undichte Stellen in dem betreffenden Gremium stopfen. Zuletzt waren häufiger vertrauliche Informationen über die Zusammenarbeit mit Sportvorstand Horst Heldt und dessen Nachfolger Christian Heidel durchgesickert. Auch die Personalie Andre Breitenreiter wird zunehmend in die Medien getragen.

Aufsichtsräte sollen Klausel unterzeichnen

Hinter all dem vermuten Beobachter und offenbar auch Tönnies selbst Informanten aus dem Aufsichtsrat. Dagegen will der Chef der Blau-Weißen jetzt persönlich vorgehen.

Dem Bericht der WAZ zufolge sollen alle Aufsichtsräte auf freiwilliger Basis eine Verschwiegenheitsklausel unterzeichnen, die ihnen verbietet, Interna weiterzutragen. Wer dagegen verstößt, soll künftig belangt werden.

Endgültig entschieden werden soll über Tönnies' Plan am Dienstag. Dann tritt das Gremium zu einer geplanten Sitzung zusammen.

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