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Borussia Moenchengladbach v Eintracht Frankfurt - Bundesliga
Nico Kovac will den Fans näher sein und wechselt deshalb die Bank © Getty Images

Nico Kovac greift schon vor dem Spiel gegen Hannover in die Trickkiste. Mit einer ungewöhnlichen Aktion will er den Fans näher kommen, bei Alex Meier kein Risiko eingehen.

Der neue Trainer greift in die Trickkiste: Nico Kovac setzt im Abstiegs-Duell zwischen Eintracht Frankfurt mit Hannover 96 auf Psychospielchen.

Auswechselspieler, Betreuer- und Trainer-Team der Frankfurter werden nicht wie üblich auf der linken Bank Platz nehmen - sondern auf der von der Haupttribüne aus gesehen rechten Bank. "Da sind wir unseren Fans in der Kurve näher. Das ist ein Zeichen, ich erhoffe mir dadurch einen Impuls", meinte der Nachfolger des entlassenen Armin Veh vor seiner Heimpremiere.

Die abstiegsgefährdete Eintracht muss im wegweisenden Spiel gegen das Tabellenschlusslicht Hannover am Samstagabend (ab 18.30 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) weiterhin auf Torjäger Alexander Meier verzichten.

Kein Risiko bei Meier

Der 33 Jahre alte Kapitän, mit zwölf Saisontreffern der erfolgreichste Profi der Hessen, plagt sich noch immer mit einer Knieverletzung (Einriss des Hoffa-Fettkörperchens).

"Alex ist noch nicht soweit, dass er schmerzfrei und richtig gut trainieren kann. Wir wollen kein Risiko eingehen", sagte der neue Eintracht-Coach Niko Kovac am Freitag. Auch Slobodan Medojevic (Achillessehnen-Probleme) und Luca Waldschmidt (Bronchitis) fallen aus.

Von seiner Mannschaft, die seit acht Spielen ohne Sieg ist, hat der 44-Jährige im Training einen guten Eindruck erhalten.

Kein Alles-oder-Nichts-Spiel

"Aber wir müssen noch mehr abrufen. In der Bundesliga ist alles das, was unter 100 Prozent ist, zu wenig", sagte Kovac und prophezeite: "Es wird gegen Hannover ein Abnutzungskampf."

Das Wort Schicksalsspiel hält der ehemalige kroatische Nationalspieler aber für unangebracht.

"Es ist ein wichtiges Spiel. Aber selbst wenn wir es nicht gewinnen, haben wir noch genug Spiele, um den Klassenerhalt zu schaffen", erklärte Kovac.

Die Eintracht liegt vor dem 27. Spieltag mit 24 Punkten auf Relegationsplatz 16 und hat drei Punkte Rückstand zum rettenden Ufer.

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