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Gelsenkirchen - Der scheidende Sportvorstand bestätigt, seinen Nachfolger bereits in ersten Gesprächen über seine künftigen Aufgaben informiert zu haben. Das sei ganz im Sinne des Vereins.

Die Weichen in Richtung Zukunft sind bei Schalke 04 endgültig gestellt. Der scheidende Sportvorstand Horst Heldt hat seinen Nachfolger Christian Heidel vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach über alle königsblauen Interna informiert.

"Das war ein konstruktives Gespräch. Ich habe ihn vollumfänglich informiert, was in seiner Funktion als Vorstand für Sport und Kommunikation auf ihn zukommt. Er ist ja auch für die Knappenschmiede zuständig. Er weiß jetzt über alles Bescheid", bestätigte Heldt nach dem 2:1 (0:0)-Sieg der Gelsenkirchener am Freitagabend.

An dem Treffen nahmen neben Heldt und Heidel auch Aufsichtsratschef Clemens Tönnies sowie Axel Schuster, Sportmanager bei Heidels Noch-Klub 1. FSV Mainz 05 teil.

Heldt will "fließenden Übergang"

Heldts im Sommer auslaufender Vertrag auf Schalke war nicht verlängert worden, nach monatelangen Gerüchten hatte S04 vor rund einem Monat offiziell Heidel als Nachfolger bekanntgegeben.

Der 52-Jährige hat von seinem Vorgänger jedoch nicht nur Einblicke bekommen, er wird von nun an auch in alle Entscheidungen eingebunden und hat im Zweifel das letzte Wort.

Heldt kündigte bereits an, dass Heidel bereits in Kürze in Abstimmung mit Trainer Andre Breitenreiter erste Entscheidungen besprechen und treffen werde.

"Das macht auch Sinn. Es wäre ja paradox und dämlich, wenn es anders wäre. Dabei geht es nicht um Eitelkeiten, sondern darum, im Sinne von Schalke 04 zu entscheiden und einen mehr oder weniger fließenden Übergang hinzubekommen", erklärte Heldt.

"Es ist das Beste für Schalke 04"

Damit, dass er nun endgültig in der zweiten Reihe steht, habe er kein Problem, betonte er: "Es ist mit Sicherheit das Beste für Schalke 04."

Unterschreiben werde aber weiterhin er. "Ab dem 30. Juni gibt es dann eine andere Unterschrift."

So lange wird Heidel den Spagat zwischen Zukunft und Gegenwart schaffen müssen. Schließlich hat er auch noch einen Job in Mainz zu erledigen.

Seinen Humor hat Heldt trotz der etwas paradoxen Situation nicht verloren. Auf die Frage, was denn passiere, falls er und Heidel sich nicht einig würden, sagte er: "Es kommt selten vor, dass Menschen anderer Meinung sind als ich."

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