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Klaus Allofs sieht den VfL Wolfsburg gegen den FC Bayern nicht chancenlos
Klaus Aloffs kann sich eine Umverteilung der Fernseheinnahmen durchaus vorstellen © Getty Images

Klaus Allofs äußert sich bei SPORT1 verständnisvoll zu den Forderungen des neugegründeten "Teams Marktwert". Dennoch verteidigt er das aktuelle Modell.

Als "Team Marktwert" haben sich sechs Bundesliga-Traditionsklubs zusammengeschlossen, um einen neuen Verteilungsschlüssel für die Fernsehgelder der Bundesliga zu entwickeln und durchzusetzen.

Neben dem sportlichen Erfolg sollen bei der Verteilung der TV-Millionen künftig auch TV-Quoten, Mitgliederzahlen und die Anzahl mitgereister Auswärtsfans berücksichtigt werden.

Für Klubs wie den VfL Wolfsburg würde dieser Schritt einen finanziellen Nachteil nach sich ziehen. Trotzdem hegt VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs im Gespräch mit SPORT1 keinen Groll gegen seine potenziellen Widersacher und zeigt sogar Verständnis: "Wir sehen uns nicht als angegriffene Gegner und müssen auch keine Feindbilder aufbauen. Es ist ganz legitim, dass man sich bei ähnlich gelagerten Interessen zusammentut und überlegt, wie man den deutschen Fußball voranbringen kann. Das ist lobenswert."

Desweiteren zeigt sich der 59-Jährige aufgeschlossen für Änderungen, auch wenn er das aktuelle Modell befürwortet: "Ich denke, dass das System klar auf sportlichen Faktoren sehr solidarisch und fair ist. Das heißt aber nicht, dass das die Lösung für immer sein muss. Man muss darüber nachdenken, ob man noch weitere sinnvolle und gerechte Kriterien mit einpflegen kann." 

Die DFL müsse den Prozess moderieren, damit die Liga nicht auseinander drifte, so Allofs.

"St.-Pauli-Antrag war ein Angriff"

Die Forderungen des "Team Marktwerts" seien klar zu unterscheiden vom Antrag des FC St. Pauli aus dem vergangenen Jahr. Der "Kiez-Klub" forderte damals, dass künftig alle Werksklubs von der Verteilung der Fernseheinnahmen ausgeschlossen werden sollen.

"Der Vorstoß von St. Pauli war ein klarer Angriff auf uns und Klubs wie Hannover oder Leverkusen, weil es da hieß, dass diese Vereine kein Geld mehr aus der TV-Vermarktung bekommen sollen", sagt Allofs: "Das ist jetzt etwas anderes. Man kann eine sinnvolle Lösung finden, die am Ende das ganze System nicht revolutionieren wird, aber optimieren kann."

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