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Julian Nagelsmann und Ermin Bicakcic
Trainer Julian Nagelsmann (r.) reicht Ermin Bicakcic einen Zettel mit taktischen Anweisungen © Imago

Erst sportlich verprügelt, dann verbal verhöhnt: Der VfB-Coach höhnt nach der 5:1-Derbygala über die Zettel-Wirtschaft seines Gegenüber. Der Zwist hat eine Vorgeschichte.

Der Trainer-Effekt bei der TSG Hoffenheim scheint verpufft.

Beim 1:5 im Derby in Stuttgart war von der spielerischen Verbesserung der Kraichgauer in den letzten Wochen unter Trainer-Jüngling Julian Nagelsmann rein gar nichts mehr zu sehen.

Neben der sportlichen Demütigung musste der 28-Jährige im Anschluss an die Partie auch noch den beißenden Spott seines Trainer -Kollegen Jürgen Kramny über sich ergehen lassen.

"Wenn du zu viel auf Zettel schaust, bekommst du Gegentore. Das ist das Problem", verhöhnte der VfB-Coach seinen Gegenüber.

Rosen bemängelt Respekt

Nagelsmann hatte am Samstag - wie schon bei der 1:3-Niederlage in Dortmund - nach einer knappen halben Stunde seinen Spielern eine taktische Umstellung auf einem Zettel mitgeteilt, eine Besserung ließ sich aber nicht feststellen.

Kramnys Worte kamen bei TSG natürlich alles andere als gut: "Nach einem Sieg sollte man sich über seine Leistung freuen und den Gegner respektvoll behandeln. Das zeichnet im Sport den guten Charakter aus. Alles andere kommt früher oder später zurück", ätzte TSG-Manager Alexander Rosen in Bild.

Nagelsmann beginnt mit Sticheleien

Mit den Sticheleien begonnen hatte allerdings der jüngste Bundesliga-Trainer aller Zeiten bereits vor der Partie: "Ich glaube, so ganz befreit wie in den letzten Wochen ist der VfB nicht mehr", sagte Nagelsmann über die zuvor zwei Mal als Verlierer vom Platz gegangenen Schwaben und wollte damit seine Spieler anstacheln.

Dieser Versuch ging gründlich schief.

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