vergrößernverkleinern
Was uns im Februar beschäftigte. © SPORT1-Grafik: Philipp Heinemann

München - Die Leiden des Holger Badstuber, der stehende Roger Schmidt, der FC Ekelhaft: SPORT1 präsentiert die fünf großen Aufreger des Bundesliga-Monats.

29 Tage sind gar nicht mal so lang. Und doch hat der Bundesliga-Februar so viele Geschichten geliefert, dass man schon mal den Überblick verlieren kann. SPORT1 präsentiert darum ab sofort an jedem Monatsersten die fünf Bundesliga-Aufreger des vergangenen Monats. Was uns im Februar beschäftigt hat:

Holger Badstubers Leiden

Wenn die halbe Liga Solidaritätsbekundungen schickt, wenn ein Spieler sich am Sprunggelenk verletzt, muss der Betroffene entweder total beliebt - oder der größte Pechvogel der Liga sein. Auf Holger Badstuber vom FC Bayern München trifft beides zu. Im Abschlusstraining vor dem Spiel beim FC Augsburg blieb der Verteidiger mit seinen Stollen im Rasen hängen und zog sich eine Fraktur des Sprunggelenks zu. Es ist die fünfte schwere Verletzung Badstubers seit Dezember 2012. Der Schock saß tief – bei Fans, Mitspielern und auch den Rivalen. Die Bayern liefen in Augsburg mit Solidaritäts-Shirts auf. Doch Badstuber ist auch der größte Kämpfer der Liga: Er wird wiederkommen, garantiert.

Video

Huubs Herz und Nagelsmanns Debüt

Die Bundesliga muss künftig ohne ihren liebenswertesten Knurrer auskommen. Huub Stevens verkündete am 10. Februar in einer emotionalen Pressekonferenz sein Karriereende, Herzrhythmusstörungen zwingen den passionierten Retter zur Rente. Seine letzte Rettungsmission muss nun Julian Nagelsmann zu Ende führen. Der jüngste Bundesligatrainer aller Zeiten übernahm die TSG Hoffenheim wegen Stevens Krankheit vier Monate früher als geplant. In seinen ersten drei Bundesligaspielen zeigte uns Nagelsmann, dass er sehr fundiert über Taktik reden, gewinnen, nett zu Schiedsrichtern und auch Pep Guardiolas Zetteltrick beherrscht - auch wenn das Spiel in Dortmund letztlich mit 1:3 verloren wurde. Der junge Mann wird uns noch große Freude bereiten.

Video

Roger steht

Was das Topspiel des 22. Spieltags sein sollte, wurde dank Roger Schmidt zur meistdiskutierten Partie des Monats. Wegen fortgesetzten Meckerns schickte Schiedsrichter Felix Zwayer Leverkusens Trainer auf die Tribüne. Der zog aber lieber die ganz große Show ab, wollte sich die Entscheidung von Zwayer persönlich erklären lassen, versuchte, ihn zu sich zu zitieren. Wegen fortgesetzten Weigerns unterbrach Zwayer die Partie, schickte beide Mannschaften in die Katakomben. Nach dem Spiel rastete dann auch noch Sportchef Rudi Völler aus. Die Folge:  Schmidt darf seiner Mannschaft nun drei Spiele aus der Ehrentribüne zusehen, gegen Völler wird noch ermittelt.

Audio

Der FC Ekelhaft

Was ist erlaubt im Kampf um den Klassenerhalt? Aufsteiger FC Ingolstadt hat sich mit dem nervigsten Stil seit der Erfindung des Pressings im Mittelfeld der Tabelle festgesetzt. Zum radikalen und megaeffizienten Spielstil gesellen sich noch die klassischen Tugenden. Sie kratzen, beißen, meckern und manchmal schinden sie auch Zeit. "Ihr Spiel besteht daraus, dass sie herumblöken und sich fallenlassen. Das ist eine ekelhafte Mannschaft", ätzte am Samstag Lewis Holtby. Sein Kollege Josip Drmic meinte gar: "Das Auftreten von Ingolstadt ist ein Horror für die Bundesliga. Das ist gar kein Fußball. Ich bin enttäuscht, dass so ein Bundesliga-Spiel überhaupt stattfindet. "Die beiden haben sicher alles Recht, sich zu beschweren. Sie spielen schließlich beim Schönspielverein HSV, der in den letzten Jahren auch international richtig viel Werbung für die Bundesliga gemacht hat.  

Hamburger SV v FC Ingolstadt - Bundesliga
Immer offen für einen kurzen Plausch am Spielfeldrand: Der FC Ingolstadt nervt seine Gegner. © Getty Images

Aubameyang trägt nen Vogel

Am 13. Februar konnte Pierre-Emerick Aubameyang verletzungsbedingt nichts für seine beeindruckende Treffer-Statistik machen. Trotzdem war der verhinderte Stürmer das Gesprächsthema beim 1:0 der Dortmunder gegen Hannover. Aubameyang hielt es für eine gute Idee, die flauschige Jacke seiner Freundin aufzutragen. Das Netz hatte wieder einmal was zu Lachen. Aber Aubameyang sah auch herrlich aus in seinem Eisbär-Pelz. Oder war es ein Vogelkostüm?

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel