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Bremens Trainer Viktor Skripnik ist sauer auf Zlatko Junuzovic nach dessen Gelb-Geständnis. Dem Österreicher droht genauso eine Sperre wie Clemens Fritz.

Statt sich über den Zwischenspurt seiner Mannschaft zu freuen, musste sich Werder Bremens Trainer Viktor Skripnik über die Tricksereien seiner Führungsspieler Clemens Fritz und Zlatko Junuzovic ärgern.

Schlitzohrig oder blöd - Viktor Skripnik hatte zur grün-weißen Gelbtrickserei im Weserstadion eine glasklare Meinung.

"Es war eine Dummheit, und es war nicht abgesprochen", mokierte sich Werder Bremens Trainer über seine Führungsspieler Clemens Fritz und Zlatko Junuzovic.

Junuzovic gesteht

Der Kapitän der Hanseaten und sein Stellvertreter provozierten Verwarnungen, um die nun anstehenden Sperren beim Gastspiel am kommenden Wochenende in München gegen den FC Bayern absitzen zu können.

Die Eigenmächtigkeit der beiden Routiniers warf einen Schatten auf die sportlich so erfolgreiche englische Woche der Norddeutschen mit sieben Punkten aus drei Spielen.

Nach dem hochverdienten 4:1 (2:1)-Sieg gegen Tabellenschlusslicht Hannover 96 konnte man an der Weser bei drei Zählern Vorsprung auf Relegationsrang 16 ein wenig durchatmen.

Während Ex-Nationalspieler Fritz die gezielten Folgen seines Trikotzupfers noch verbal umdribbelte und seine Zwangspause mit einem Augenzwinkern bedauerte, redete der Österreicher nicht um den heißen Brei herum: "Es ist doch besser, ich mache es so, als wenn ich jemandem absichtlich weh tue."

Ärger vom DFB

Junuzovic' absichtliche Unsportlichkeit ruft nun die Sportgerichtsbarkeit des Deutschen Fußball-Bundes auf den Plan. Wie Dr. Anton Nachreiner, der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses, SPORT1 bestätigte, leitet der DFB-Kontrollausschuss ein Ermittlungsverfahren gegen Junuzovic ein.

Auch gegen Werder-Verteidiger Clemens Fritz (35) ermittelt.

"Eigentlich ist es unsportlich, wenn auch ehrlich", sagte Ex-Schiedsrichter Markus Merk bei Sky. Das Bremer Duo eiferte indes nur dem Beispiel des Aufsteigers Darmstadt 98 nach, bei dem sich sogar fünf Profis pünktlich vor der Reise zum Titelverteidiger eine Sperre abgeholt hatten, ohne Geständnis allerdings.

"Es ist unfair, sich so zu verhalten, weil man auch die Schiedsrichter in eine schwierige Situation bringt", ergänzte DFB-Interimspräsident Rainer Koch bei Sky und forderte von den Bundesliga-Klubs mehr Fair Play beim absichtlichen Kassieren gelber Karten: "Ich appelliere an die Verantwortlichen der Klubs, dass sie mit den Spielern sprechen, das zu unterlassen."

Das Bremer Duo eiferte indes nur dem Beispiel des Aufsteigers Darmstadt 98 nach, bei dem sich sogar fünf Profis pünktlich vor der Reise zum Titelverteidiger eine Sperre abgeholt hatten, ohne Geständnis allerdings.

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