vergrößernverkleinern
Thomas Tuchel baut den neuen BVB
Bleiben Aubameyang (2.v.l.) und Gündogan (M.) beim BVB? Und wer kommt neben Merino (4.v.l.) noch? © SPORT1-Grafik: Paul Haenel/Getty Images/Imago

München und Dortmund - BVB-Stars werden von zahlreichen Top-Klubs umworben, besonders bei Gündogan droht ein Abschied. Doch der BVB sorgt vor - und hat weitere Verstärkungen im Blick.

31 Siege aus 41 Pflichtspielen bei nur fünf Niederlagen - die Bilanz von Thomas Tuchel ist blitzsauber in der ersten Saison als Trainer von Borussia Dortmund.

Die Meisterschaft hat der BVB bei fünf Punkten Rückstand auf den FC Bayern zwar nicht mehr selbst in der Hand, die Borussia ist sportlich aber fast wieder auf Augenhöhe mit den Bayern - das war auch im Spitzenspiel am Samstag zu sehen.

In der kommenden Spielzeit will der BVB in Bundesliga und Champions League auch wieder vorne angreifen. Kein einfaches Unterfangen, wenn halb Europa Jagd auf die Stützen der Mannschaft macht.

SPORT1 zeigt, wie sich der BVB auf einen möglichen Transfer-Angriff vorbereitet.

FC Barcelona beobachtet BVB-Quartett

Gegen den FC Bayern soll allein der FC Barcelona in Ilkay Gündogan, Julian Weigl, Marco Reus und Pierre-Emerick Aubameyang die halbe Stammelf der Borussia beobachtet haben. Insbesondere bei Gündogan scheinen die Zeichen auf Abschied zu stehen, nachdem sich ein Wechsel im vergangenen Sommer gerade noch zerschlagen hatte.

Nun wurde Gündogans Onkel und Berater Ilhan Gündogan in Amsterdam bei einem Treffen mit Manchester Citys Sportchef Txiki Bergiristan fotografiert. Gündogan gilt schon länger als ein Wunschspieler des nächsten City-Trainers Pep Guardiola.

FBL-GER-CUP-STUTTGART-DORTMUND-POKAL
Mats Hummels, Ilkay Gündogan und Henrikh Mkhitaryan (v.l.) haben derzeit Verträge bis 2017 © Getty Images

Nach dieser Saison könnte der BVB nach aktuellem Stand der Dinge ein letztes Mal eine satte Ablöse für den 25-Jährigen kassieren, dessen Vertrag im Sommer 2017 ausläuft. Selbiges gilt derzeit auch noch für Marcel Schmelzer, Mats Hummels und Henrikh Mkhitaryan.

Watzke optimistisch - auch wegen Tuchel

"Wir würden gerne diese Spieler bei uns halten. Ich sehe keinen einzigen Spieler, bei dem wir keine Chance hätten, den Vertrag zu verlängern", betonte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der UEFA Europa League gegen Tottenham Hotspur. (Die UEFA Europa League, Do. ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER, HIGHLIGHTS ab 23 Uhr auf SPORT1)

Dass der BVB in der kommenden Europapokal-Saison wieder eine Etage höher spielen wird, kommt den Verantwortlichen bei den Verhandlungen natürlich entgegen.

Ein weiteres Pfund, das für den BVB spricht: Thomas Tuchel. Der Coach suchte schon vor seinem Amtsantritt das Gespräch mit den sensiblen Charakteren Hummels und Mkhitaryan - was sich als vertrauensbildende Maßnahme perfekt auszahlte.

Mkhitaryan: "Fühle mich total wohl"

Mkhitaryan betonte zuletzt, dass er sich in "vertrauensvollen Gesprächen" mit dem BVB befinde.

Hummels dagegen ließ in den Ruhr Nachrichten trotz seiner gerade einmal 27 Jahre anklingen, sein nächstes Arbeitspapier könnte bereits der "sportlich wie finanziell letzte große Vertrag für mich" sein. Der Weltmeister hatte immer wieder ganz offen darüber gesprochen, sich auch mal Gedanken über eine neue Herausforderung zu machen.

Gut für den BVB, dass für andere inzwischen der ein Engagement in Dortmund eine interessante Herausforderung darstellt.

Merino als Gündogan-Alternative

Als "eine der Top-Adressen in Europa" bezeichnete beispielsweise Mikel Merino den BVB: Der 19 Jahre junge zentrale Mittelfeldspieler kommt zur neuen Saison für rund fünf Millionen Euro vom spanischen Zweitligisten CA Osasuna - und könnte helfen, einen möglichen Gündogan-Abgang aufzufangen.

Auch für das Schreckensszenario, dass ein finanzstarker Konkurrent Aubameyang oder Reus mit einem Mega-Angebot loseisen könnte, sorgt man bei Schwarz-Gelb bereits vor.

Video

Laut französischen Medienberichten waren Scouts des BVB bei der Partie zwischen Olympique Marseille und dem FC Toulouse zugegen. Im Mittelpunkt des Interesses: die OM-Youngster Georges-Kevin N'Koudou und Michy Batshuayi.

Der 21-jährige N'Koudou ist eher der Typ Reus, spielt meist auf dem linken Flügel, hat in der Europa League aber auch schon sechs Torbeteiligungen in sieben Spielen vorzuweisen.

Kommt OM-Knipser Batshuayi?

Batshuayi, 22 Jahre alter belgischer Nationalspieler, ist dagegen ein echter Knipser: 13 Liga-Treffer, dazu vier in der Europa League, machen ihn zum Objekt der Begierde bei zahlreichen europäischen Top-Klubs - und zu einer echten Alternative für Aubameyang, der einst ebenfalls aus der Ligue 1 von AS St. Etienne nach Dortmund wechselte.

Video

Zusammen mit den Eigengewächsen Christian Pulisic und Felix Passlack (beide 17), die in den letzten Wochen ihr Profidebüt feierten, bastelt der BVB fleißig an einer neuen Generation titelhungriger Top-Talente.

In Kombination mit langfristigen Verträgen der meisten Leistungsträger spricht alles dafür, dass mit Borussia Dortmund auch in den kommenden Jahren wieder in allen Wettbewerben zu rechnen ist.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel