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BVB-Coach Thomas Tuchel fordert ein baldiges Ende des Wechselpokers um Mats Hummels. Dessen Rolle im Dortmunder Saisonfinale soll davon aber nicht betroffen sein.

BVB-Coach Thomas Tuchel hat im Wechselpoker um Mats Hummels eine baldige Entscheidung gefordert.

"Sportlich ist der Abgang eine Enttäuschung, aber wir hadern nicht damit und gehen damit um. Er kriegt nach wie vor meine Unterstützung als Trainer", sagte Tuchel vor dem Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (ab 15 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER): "Jetzt wollen wir aber auch eine schnelle Entscheidung von ihm."

Trotz einiger Anfeindungen von Dortmunder Fans nach der offiziellen Bekanntgabe seines Wechselwunschs zum FC Bayern soll Hummels gegen die kriselnden Wolfsburger auflaufen. "Für morgen und die weiteren Spiele ist Mats fester Bestandteil dieser Mannschaft. Er ist nach wie vor Kapitän dieser Mannschaft", betonte Tuchel.

Aubameyang und Gündogan wieder fit

Auch Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang und Nationalspieler Ilkay Gündogan sind einsatzbereit. "Beide haben schmerzfrei und ohne Probleme trainiert", sagte Tuchel.

Mit Blick auf den Empfang für Hummels im Signal Iduna Park vermutete Tuchel, dass man "keine große Fantasie haben" müsse, um zu erkennen, "dass es sicher Fans gibt, die enttäuscht sind. Es wird auf jeden Fall Leute geben, die das nicht gut finden und die das artikulieren werden."

Schon in den vergangenen Tagen war Hummels in den sozialen Netzwerken vereinzelt als "Judas" und "Verräter" beschimpft worden.

"Werden nicht aufhören, Bayern herauszufordern"

Tuchel selbst gab sich mit Blick auf den wahrscheinlichen Abschied seines Abwehrchefs betont gelassen: "Wir müssen akzeptieren, dass es eine Kategorie von Klubs gibt, die über uns stehen. Wir müssen akzeptieren, dass die Bayern dazugehören. Wir werden aber nicht aufhören, die Bayern herauszufordern und versuchen, den Vorsprung den diese Klubs haben, auf dem Platz nicht erkennbar werden zu lassen."

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Der BVB hatte am Donnerstag verkündet, dass Hummels trotz seines bis 2017 laufenden Vertrags zum Rekordmeister an die Isar wechseln will. Beide Klubs müssen nun über die Ablösemodalitäten verhandeln.

"Ich glaube nicht, dass Mats das Vertrauen in den Klub oder den weiteren Weg fehlt. Natürlich ist das erst mal ein Signal, dass unser Kapitän uns verlassen möchte, zu unserem nationalen Konkurrenten Nummer eins. Aber es gibt genug Spieler, die sich mit Haut und Haaren zu diesem Verein bekennen, auch für die nächsten Jahre", erklärte Tuchel.

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