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Frankfurt am Main - Nur ein Sieg in elf Spielen, Platz 17 und drei Punkte Rückstand zur Rettung: Der Eintracht geht im Endspurt die Hoffnung aus. Bruchhagen sackt zusammen, Aigner gibt Feuer.

Das Gesicht von Heribert Bruchhagen sprach Bände. "Wie haben die anderen gespielt?", fragte Eintracht Frankfurts Vorstandsboss nach dem nächsten Rückschlag leise - und schüttelte bei der Antwort nur noch den Kopf.

Durch das 0:2 (0:0) gegen 1899 Hoffenheim und die Erfolge der anderen Abstiegskandidaten schwindet bei den Hessen auch der letzte Funken Hoffnung.

Bruchhagen angeschlagen

"Es ist eine schwere Stunde", sagte der sichtlich angeschlagene Bruchhagen: "Es macht jetzt keinen Sinn zu spekulieren. Wir wissen, wie schwer es wird und können alle die Tabelle lesen."

Und die spricht gegen den Traditionsverein: Mit nur 27 Punkten bleibt Frankfurt Vorletzter, der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz wuchs fünf Spieltage vor Schluss auf drei Zähler.

Die wütenden Fans in der Arena quittierten den wieder viel zu harmlosen Auftritt der "Torlos-Eintracht" mit gellenden Pfiffen.

Aigner genervt

"Was soll ich jetzt machen? In den Urlaub fahren?", blaffte Mittelfeldspieler Stefan Aigner genervt auf die erwartete Frage nach den Chancen auf den Klassenerhalt. Die Nerven der Frankfurter sind mittlerweile arg strapaziert.

Auch zu sehen an der Reaktion der Fans. Aigner und einige andere Spieler mussten die Gemüter beruhigen, stellten sich dem persönlichen Gespräch.

Dann folgten Durchhalteparolen: "Wir haben noch alle Möglichkeiten und geben nicht auf", sagte Aigner. "Wir geben solange Gas, bis nichts mehr geht."

Ähnlich vage ist die Hoffnung bei Tiomothy Chandler: "Ich bin schon mit Nürnberg abgestiegen und da haben wir auch bis zum letzten Spieltag gekämpft. Deswegen gebe ich nicht auf", sagte er bei Sky.

Frankfurt fehlen Tore

Vor allem braucht die Eintracht endlich mal wieder ein Tor.

Nur zweimal in den vergangenen acht Spielen traf Frankfurt, der verletzte Torjäger Alexander Meier wird seit Wochen schmerzlich vermisst.

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Auch gegen Hoffenheim "haben wir das wieder versäumt", sagte Bruchhagen: "Wir können nur darauf aufbauen, dass die Mannschaft gewinnen wollte. Wir haben einfach kein Glück und dürfen nicht resignieren."

Die Spielanlage des Tabellen-17. am Samstag war tatsächlich besser. Die erste halbe Stunde lang dominierten die Gastgeber und setzten die Kraichgauer immer wieder unter Druck. Es hilft nur eben nichts.

Kovac sieht Verbesserung

"Diese Niederlage nervt verdammt", sagte der neue Trainer Niko Kovac: "Aber die Mannschaft müht sich und hat sich in allen Teilen verbessert - außer beim Toreschießen. Leider passiert dann das, was passiert, wenn man unten steht. Es fehlt das Quäntchen Glück."

Der Coach rechnet mit einer "engen Geschichte bis zum letzten Spieltag". Es sei "noch nichts verloren".

Allerdings warten auf die Eintracht unter anderem noch schwere Auswärtsspiele in Leverkusen und beim Lokalrivalen Darmstadt 98. Und eine Woche vor Saisonende steht die Reise nach Dortmund an.

Am letzten Spieltag kommt es dann wohl zum Endspiel bei Werder Bremen – bei dem zumindest aus Frankfurter Sicht in diesen Wochen auch nichts mehr geht.

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