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Hans-Joachim Watzke und Mats Hummels
Hans-Joachim Watzke und Mats Hummels gehen wohl bald getrennte Wege - oder doch nicht? © dpa Picture-Alliance

Dortmund - Hans-Joachim Watzke erklärt, dass Mats Hummels' Wechsel nach München noch nicht feststehe. Der BVB-Geschäftsführer will offenbar den Preis nach oben treiben.

Mats Hummels hat um seine Freigabe für den FC Bayern München gebeten. Doch Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke will den Weltmeister nicht ohne Weiteres ziehen lassen.

"Zwingende Voraussetzung für einen Wechsel schon in diesem Sommer wäre ja, dass der FC Bayern München unsere Forderungen erfüllt. Aber ganz ehrlich: Das sehe ich noch nicht", erklärte Watzke in einem auf der Homepage des BVB veröffentlichten Interview.

Am Donnerstag hatten die Dortmunder via Ad-Hoc-Mitteilung bekanntgegeben, dass Hummels dem Verein seinen Wunsch mitgeteilt habe, "den Klub im Sommer verlassen und sich zur kommenden Saison dem Ligakonkurrenten FC Bayern München anschließen zu wollen".

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Hummels hat in Dortmund jedoch noch einen Vertrag bis Sommer 2017, der keine Ausstiegsklausel beinhaltet.

Echte Hoffnung oder Preis-Poker?

Angesichts dessen hatte der BVB mitgeteilt, eine möglichen Wechsel seines Kapitäns und Abwehrchefs "davon abhängig zu machen, ob Bayern München ein dem außerordentlichen fußballerischen und sonstigen Stellenwert des Spielers entsprechendes, äußerst werthaltiges Angebot unterbreiten wird".

Heißt: Es geht ums Geld. Heißt wohl auch: Die 30 Millionen Euro, die sich der FC Bayern als Größenordnung für einen Transfer des Innenverteidigers vorstellt, sind dem BVB zu niedrig. Dem Vernehmen nach würde Dortmund für Hummels gerne eine höhere Ablöse generieren als sie 2013 für Mario Götze erhielten. Der Offensivmann wechselte damals dank einer Ausstiegsklausel für 37 Millionen Euro nach München.

Götze plus 15 Millionen für Hummels?

Gibt Dortmund Hummels nun für 38 Millionen Euro ab? Im Gespräch ist auch eine doppelte Heimholaktion. Mario Götze könnte nach drei nicht immer glücklichen Jahren in München heim nach Dortmund gehen, Hummels nach acht sehr glücklichen und erfolgreichen Jahren in Dortmund wieder nach Hause nach München. 

Die Transfers müssten unabhängig voneinander gesehen werden, doch zumindest indirekt könnte eine Verrechnung stattfinden. Für Götze könnte der FC Bayern zwischen 20 und 25 Millionen Euro Ablöse verlangen. Am Ende könnte die - indirekte - Rechnung etwa so gehen: Götze plus 15 Millionen ergibt einen Hummels.

10 Millionen Jahresverdienst für Hummels

Hummels und die Bayern sind sich nach SPORT1-Informationen bereits einig, der 27-Jährige soll in München einen Vierjahresvertrag mit rund zehn Millionen Euro Jahresverdienst erhalten.

Jetzt geht es um die Ablöse. Die nächste Runde im Hummels-Poker ist eröffnet.

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