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Dieter Schatzschneider (r.) mit 96-Präsident Martin Kind
Dieter Schatzschneider (r.) ist ein Vertrauter von 96-Präsident Martin Kind © Imago

München - Scout Dieter Schatzschneider von Hannover 96 nennt den FC Bayern eine "Piss-Mannschaft". Der Rekordmeister zeigt ihn an, jetzt muss der Ex-Torjäger zahlen.

Wenn es dem FC Bayern an die Ehre geht, versteht der Verein keinen Spaß.

Weil Scout Dieter Schatzschneider von Hannover 96 die Münchner in einem Bild-Interview im Mai 2015 als "Piss-Mannschaft" bezeichnet hatte, zeigte der FCB den früheren Torjäger an. Der Vorwurf: Beleidigung.

Verfahren eingestellt

Schatzschneider muss für seine Äußerung nun blechen: Denn die Staatsanwaltschaft München I stellte das Ermittlungsverfahren ein – gegen die Auflage, einen Geldbetrag an eine gemeinnützige Einrichtung zu zahlen.

Dies bestätigte ein Sprecher der Behörde auf SPORT1-Nachfrage.

Nach Informationen der Neuen Presse muss Schatzschneider 2000 Euro an die Kinderkrebshilfe bezahlen.

"Ein echter Roter"

Sein Anwalt Fritz Willig sagte der Zeitung: "Eine faire und vernünftige Entscheidung".

Zu Schatzschneiders unfeiner Wortwahl erklärte Willig: "Schatzi ist eben ein echter Roter". Er bedaure seine Aussage aber und habe sich umgehend entschuldigt.

Das Interview hatte Schatzschneider gegeben, nachdem die Bayern vergangene Saison mit 1:2 gegen Hannovers damaligen Konkurrenten im Abstiegskampf SC Freiburg verloren hatten.

Die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola hatte die Meisterschaft zum damaligen Zeitpunkt schon sicher.

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