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1899 Hoffenheims Coach hat schon einmal einen Lockruf aus München erhalten - und würde über ein erneutes Angebot nach eigener Aussage zumindest nachdenken.

Julian Nagelsmann von 1899 Hoffenheim, mit 28 Jahren jüngster Trainer in der Historie der Bundesliga, ist trotz seiner Jugend kein Laptop-Trainer.

"Meine Trainingseinheiten erarbeite ich händisch, mit Bleistift und Lineal. Das hefte ich dann auch ab", sagte der Fußballlehrer, der die Kraichgauer als Nachfolger von Huub Stevens zum Klassenerhalt geführt hatte, der Bild am Sonntag.

Nagelsmann war sich im Klaren darüber, dass es ein Risiko gewesen ist, den Posten trotz größter Abstiegsgefahr zu übernehmen: "Mir war bewusst, dass meine Karriere eine Beule kriegen kann, wenn wir absteigen. Aber Angst um meine Existenz oder davor, dass ich im Fußball kein Geld mehr verdiene, habe ich nie gehabt. Wenn ich hier mit meiner Art nicht mehr ankomme und sie mich rauswerfen, dann finde ich was anderes."

Über den FC Bayern, dessen Angebot, die U17 zu übernehmen, er einst ablehnte, sagte er nun: "Wenn ein neues Angebot kommt, muss ich schauen, wie die Situation hier ist, wie meine Lebenssituation ist und wie das Angebot genau aussieht."

Dem künftigen Münchner Coach Carlo Ancelotti will er in der kommenden Saison genauso höflich begegnen wie allen anderen Trainerkollegen auch.

"Ich werde ihn siezen, wie ich jeden meiner Kollegen sieze. Bis er mir das 'Du' anbietet. Ich mag es nicht, dass man mich automatisch duzt, nur weil ich jung bin und auch jung aussehe. Das gehört sich einfach nicht", sagte Nagelsmann.

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