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Eintracht Frankfurt v Werder Bremen - Bundesliga
Alexander Meier steht vor seinem Comeback © Getty Images

Im Relegations-Hinspiel wollen Eintracht Frankfurt und Nürnberg den Grundstein für die kommende Spielzeit in der Bundesliga legen. Der Club will eine Rechnung begleichen.

In der Relegation geht es für Eintracht Frankfurt und den 1. FC Nürnberg (ab 20.15 Uhr auf SPORT1.fm und im LIVETICKER) um verdammt viel. Nicht umsonst sprach Frankfurts Trainer Niko Kovac vor den Begegnungen von "zwei Endspielen im Europapokal-Modus".

Und tatsächlich steht für die Eintracht sogar noch mehr auf dem Spiel als für die Nürnberger. Bei einem Abstieg drohen alleine bei den TV-Geldern Verluste von 15 Millionen Euro.

Zudem müsste der Spieleretat um rund 18 Millionen Euro zusammengestrichen werden. Außerdem soll die Eintracht einen neuen, spendableren Hauptsponsor in der Hinterhand haben - doch hängt auch dessen Unterstützung von der Ligazugehörigkeit ab.

"Nicht alles auf eine Karte setzen"

Coach Niko Kovac warnt seine Mannschaft trotz des großen Drucks, nicht den Kopf zu verlieren und weiß, worauf es ankommt: "Wir dürfen nicht alles auf eine Karte setzen. Es gibt vier Tage später noch ein Rückspiel. Ich bin nicht so naiv, um an eine Entscheidung schon im Hinspiel zu glauben."

Bei der Mission "Bundesliga-Verbleib" wird auch Alexander Meier wieder mit von der Partie sein. Auf die Frage, ob Kovac dem treffsichersten Stürmer der SGE einen Einsatz von Beginn an zutraue, antwortete der Kroate mit einem klaren "Ja".

Schäfer sieht den Druck bei Frankfurt

Die wohl erfahrenste Waffe in Sachen Relegation steht jedoch bei Nürnberg im Tor. Raphael Schäfer hat bereits 2009 und 2010 für die Franken in insgesamt vier Relegations-Duellen auf dem Feld gestanden und kassierte dabei keinen einzigen Gegentreffer.

"Ich werde versuchen, den Jüngeren den Druck zu nehmen", sagte Schäfer: "Sie sollen einfach die Geilheit auf die Spiele behalten. Die Rolle des Favoriten liegt beim Bundesligisten. Er hat den größeren Druck und daher auch mehr zu verlieren."

Trotzdem würde auch den klammen Club ein Verpassen der Bundesliga hart treffen, weitere Sparmaßnahmen und Spielerverkäufe wären die Folge.

Eine offene Rechnung

Doch nicht nur die Gegenwart spielt beim Duell zwischen beiden Mannschaften eine Rolle, sondern auch die Vergangenheit:

1999 hatte sich Frankfurt durch ein spektakuläres 5:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern am letzten Spieltag im Oberhaus gehalten. Die Leidtragenden im Fernduell waren die Nürnberger, die damals abstiegen und nun die Chance zur Revanche nutzen wollen.

SPORT1 überträgt das Regelationshinspiel ab 20.15 Uhr im LIVETICKER und in unserem Sportradio SPORT1.fm.

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