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Dirk Schuster (l., mit Markus Weinzierl) startete seine Trainerkarriere 2006 beim ASV Durlach

Markus Weinzierl verlässt den FC Augsburg und äußert sich zum ersten Mal zu einem Wechsel. Kommt Darmstadts Dirk Schuster? Bei SPORT1 spricht der Boss der Lilien.

Der Wechsel von Augsburgs Trainer Markus Weinzierl zum FC Schalke 04 steht kurz bevor. Dass sich der 41-Jährige längst mit den Königsblauen einig ist, berichtete SPORT1 bereits vor einigen Wochen.

Doch eine Einigung haben beide Klubs noch nicht erzielt. Streitpunkt sind nach wie vor die Ablöse-Modalitäten: Der FCA fordert fünf Millionen Euro plus einen Nachschlag im Erfolgsfall, doch das ist den Verantwortlichen bei S04 deutlich zu viel.

Nun aber könnte Bewegung in die Sache kommen, es könnte plötzlich ganz schnell gehen im Poker um den Erfolgstrainer der Fuggerstädter.

Am Dienstag sprach Weinzierl im Gespräch mit der Zeit zum ersten Mal konkret über seinen Abschied vom FCA. Eine Trennung sei "die richtige Entscheidung für beide Seiten", sagte er, "wir haben alles erreicht, was wir zusammen erreichen konnten, jetzt muss einer mit neuen Ideen und neuen Visionen übernehmen".

Anfrage aus Augsburg

Der FCA sucht längst einen Nachfolger. Am Montag erfuhr SPORT1, dass der Klub Kontakt zu Darmstadt-Coach Dirk Schuster aufgenommen hat.

Dies bestätigte der Präsident der Lilien, Rüdiger Fritsch, im Gespräch mit SPORT1: "Der FC Augsburg hat eine Anfrage gestellt. Das können wir als SV Darmstadt 98 auch nicht verhindern."

Schuster, der den Aufsteiger zum Klassenerhalt in der Bundesliga führte, hat in Darmstadt allerdings noch einen Vertrag bis 2018. Und die "Lilien" haben wenig Interesse daran, ihren Trainer kampflos und vor allem kostenlos abzugeben.

"Dirk Schuster hat bei uns einen Vertrag bis 2018. Wir haben keinerlei Interesse daran ihn abzugeben", so Fritsch. "Wir sind auch im Urlaub in Kontakt mit Dirk, planen mit ihm unseren Kader für die neue Saison."

"Grandiose Arbeit abgeliefert"

Und weiter: "Dirk Schuster hat grandiose Arbeit abgeliefert und diesen Weg wollen wir weiter beschreiten. Trotz einiger Abgänge werden wir versuchen, wieder eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen."

Doch bevor der FCA weitere Versuche bei Schuster startet, müssen noch letzte Details mit Schalke in Sachen Weinzierl geklärt werden. Und daran könnte der Deal am Ende tatsächlich doch noch scheitern. Dies erfuhr SPORT1 auch aus dem Umfeld von Schuster.

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