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München - Nach der Degradierung von Jürgen Kramny hat es auch Robin Dutt erwischt. Der Sportchef muss seinen Hut nehmen. Die Trainersuche beim VfB Stuttgart ist derweil beendet.

Jetzt hat es auch den Sportdirektor des VfB Stuttgart erwischt. Wie von SPORT1 zuvor berichtet, muss Robin Dutt seinen Hut beim Bundesliga-Absteiger nehmen.

Der Klub bestätigte die Trennung am späten Nachmittag.

"Wir sind nach einem intensiven Austausch übereingekommen, dass eine Trennung von Robin Dutt die richtige Entscheidung ist, um den notwendigen Neustart für den VfB zu ermöglichen", wird Aufsichtsratschef Martin Schäfer zitiert. "Es wäre sicherlich falsch, die negative Entwicklung ausschließlich an seiner Person festzumachen. Letztendlich sind wir aber davon überzeugt, dass personelle Konsequenzen im sportlichen Bereich notwendig sind, um unbelastet und zielgerichtet die notwendigen Entscheidungen für eine Neuausrichtung treffen zu können."

Dutt selbst sagte: "Das Wohl des Vereins steht immer an oberster Stelle. Da es zuletzt unterschiedliche Auffassungen über die Neuausrichtung des Vereins gab, ist es konsequent, sich zu trennen."

Luhukay neuer VfB-Trainer

Gleichzeitig gab der VfB bekannt, dass Jos Luhukay neuer Trainer beim Bundesliga-Absteiger wird. Der 52-Jährige erhält einen Zweijahresvertrag. Nach SPORT1-Informationen hatten die Verantwortlichen des VfB bereits am Wochenende Kontakt zum Niederländer aufgenommen.

Jürgen Kramny war am Sonntag wieder zum U 23-Coach degradiert worden.

Auch Gisdol war ein Kandidat

Ein weiterer Trainer, der beim VfB in den vergangenen Tagen gehandelt wurde, war Markus Gisdol. Bis Oktober 2015 war der 46-Jährige Trainer von 1899 Hoffenheim

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Luhukay war aber nach SPORT1-Informationen die erste Option der Verantwortlichen. Der Niederlänger strebt beim VfB einen kompletten Umbruch an - ohne Dutt. Mit ihm verbindet man vor allem die Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr ins Oberhaus. Seine Vita steht für sich.

Luhukay schaffte den Aufstieg aus der 2. Liga bereits mit vier Klubs, einmal als Co-Trainer mit dem 1. FC Köln (2003) sowie als Chefcoach mit Borussia Mönchengladbach (2008), dem FC Augsburg (2011) und Hertha BSC (2013).

Luhukay hervorragender Kaderplaner

Er gilt darüber hinaus in der Branche als hervorragender Kaderplaner. Er zeigte bei seinen Stationen immer ein goldenes Händchen, was Qualität und Mentalität der ausgewählten Spieler betrifft.                   

Die Bosse von Sponsor Mercedes Benz machten am Dienstag immer mehr Druck auf den Verein. Den Herren in der Vorstandsetage war die zunehmende öffentliche Kritik an Dutt offenbar ein Dorn im Auge.

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