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Legende Karl Allgöwer ist beim VfB Stuttgart als Nachfolger für Robin Dutt im Gespräch - wie auch ein BVB-Meisterkapitän. Allgöwer äußert sich vielsagend.

Schon fünf Tage vor dem großen Abstiegsfinale wuchern die Spekulationen über einen Neuanfang beim VfB Stuttgart.

Trainer Jürgen Kramny muss gehen, wenn am letzten Spieltag beim VfL Wolfsburg das Wunder nicht gelingt, so die einhellige Meinung aller Beobachter. Auch Präsident Bernd Wahler wackelt, ebenso Sportvorstand Robin Dutt.

Ein potenzieller Erbe Dutts: der frühere Stuttgarter Nationalspieler Karl Allgöwer. Seit Winter arbeitet der 59-Jährige dem VfB als externer Berater zu, wie der kicker berichtet, ist er als neuer Manager im Gespräch.

Allgöwer: Keine "Alibi-Funktion"

Steht er zur Verfügung? Am Rande eines Golfturniers im oberbayerischen Iffeldorf antwortet Allgöwer vielsagend auf die Frage nach seiner möglichen künftigen Rolle beim VfB.

"Entweder es kommen Ergebnisse raus, wo man etwas Vernünftiges zustande bringt - oder nicht", sagt er: "Für eine Alibi-Funktion stehe ich nicht zur Verfügung."

In jedem Fall hält Allgöwer es für angebracht, Konsequenzen aus der missratenen Spielzeit zu ziehen: "Es ist noch eine Mini-Mini-Chance da, die muss man eventuell nutzen, danach wird es zur Analyse übergehen, da wird es sicher nicht sehr freundschaftlich zu gehen. Man muss die Saison analysieren, wer welche Entscheidungen getroffen hat - und dann wird es Entscheidungen geben."

Es gehe "um die Sache, darum wer Verantwortung übernehmen muss".

Auch Kehl im Gespräch

Ob Dutt - vertraglich bis 2018 an den VfB gebunden - das tun und seinen Hut nehmen muss? Die Einschätzungen sind widersprüchlich.

Dutt klang am Wochenende nicht so, als wollte er hinwerfen ("Wir haben uns letztes Jahr für einen Weg entschieden, der auch den Worst Case eines Abstiegs vorgesehen hat. Wenn es nun so kommt, dann werden wir sehr gut vorbereitet sein"). Laut kicker hat er im Aufsichtsrat aber an Rückhalt verloren, das mächtige Gremium wolle womöglich einen Neuanfang ohne Dutt.

Die Stuttgarter Nachrichten nennen auch den Dortmunder Ex-Kapitän Sebastian Kehl als Nachfolge-Kandidaten, ebenso eine Reihe von Namen aus der Ehemaligen-Galerie des VfB: Maurizio Gaudino, Gerhard Poschner, Thomas Hitzlsperger, Guido Buchwald, Jens Lehmann.

Die Zukunft von Präsident Bernd Wahler ist ebenfalls ungewiss, als potenzieller Nachfolger ist Hartmut Jenner im Gespräch, Chef des Reinigungsgeräteherstellers Kärcher - und VfB-Aufsichtsrat.

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