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Mario Götze steht beim FC Bayern noch bis 2017 unter Vertrag © Imago

München - Viel Wirbel um Mario Götze: Erst wechselt er den Berater, dann verkündet er seinen Verbleib beim FC Bayern. SPORT1 erklärt das Beben um den Nationalspieler.

Da war es nun, das erwartete Beben um Mario Götze.

Doch nein, er verkündete nicht etwa seinen Abschied vom FC Bayern, im Gegenteil: Der Nationalspieler will in München bleiben.

Und als wäre das nicht genug, gaben Götze und sein Berater Volker Struth die "einvernehmliche" Trennung bekannt.

SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen zu den neuen Entwicklungen um Mario Götze.

Was ist passiert?

Zunächst einmal haben Götze und sein langjähriger Berater Volker Struth ihre Zusammenarbeit beendet - "einvernehmlich", wie es in einer Mitteilung von Struths Firma SportsTotal heißt.

Nur wenige Stunden später die nächste Nachricht aus dem Hause Götze: "Ich freue mich auf die neue Saison in München und werde alles daran setzen, bei meinem ersten Training unter Carlo Ancelotti topfit anzutreten", sagte der 23-Jährige der Bild.

Die Nachricht ist klar: Egal, was gesagt wird und was unter Pep Guardiola war, Götze will sich seinem neuen Coach anbieten und nicht einfach die Flucht ergreifen.

Und das, obwohl Ancelotti ihm jüngst in einem Telefonat mitgeteilt haben soll, dass er ebenso wenig auf ihn setzen werde wie Guardiola. Götze leugnete nicht, dass das Gespräch stattgefunden hat, wollte über dessen Inhalt aber keine Angaben machen.

Was steht dahinter?

Wochenlang schwieg Götze, wenn es um seine Zukunft ging. Erst jetzt kündigte er offensiv an, beim FC Bayern bleiben zu wollen.

So dürfte sich der 23-Jährige erst einmal Luft verschaffen und die Gerüchteküche vorerst auf Sparflamme halten. Schließlich steht die EM 2016 in Frankreich vor der Tür, auf die er sich konzentrieren will. "Dort gibt es noch einen Titel zu gewinnen, den wir alle noch nicht haben", sagte er.

Zumal es auch darum geht, es all seinen Kritikern - auch denen an der Säbener Straße - noch einmal zu zeigen und auf sich aufmerksam zu machen. Vor allem bei Ancelotti.

Bleibt Götze tatsächlich beim FC Bayern?

Seine Aussage deutet zumindest darauf hin, dass Götze seinen bis 2017 laufenden Vertrag erfüllen will. Dass es auch danach für ihn weitergeht in München, ist jedoch unwahrscheinlich. Sonst hätten die Bayern sein Arbeitspapier längst wie das einiger Kollegen verlängert.

Die Spekulationen über einen Wechsel zu Ex-Klub Borussia Dortmund, nach Liverpool zu Mentor Jürgen Klopp oder zu Juventus dürften deshalb wohl nicht abreißen.

Zumal der Tenor der Münchner zuletzt lautete: Sollte Götze weg wollen, würden die Verantwortlichen ihm keine Steine in den Weg legen.

Ist Götzes Entscheidung richtig?

Das lässt sich vorher nur vage beantworten. Mit Blick auf die jüngste Vergangenheit an der Säbener Straße wohl nicht.

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Schließlich war die Demütigung groß unter Guardiola, der ihn nicht einmal mehr als Edeljoker nutzte. Zu gering schien das Vertrauen darin, dass Götze sein unbestritten vorhandenes Talent und seine technischen Fähigkeiten dauerhaft würde ausschöpfen können.

Was Götze jedoch in jedem Falle ehrt sind sein Ehrgeiz sowie der Versuch, den Kampf noch einmal aufzunehmen und bei den Bayern einen vierten Anlauf zu wagen.

Wer berät Götze jetzt?

"Ich werde das Management in die Hände meiner Familie geben", kündigte er bei Facebook an.

Allen voran wird sein Vater Jürgen Götze den Nationalspieler und dessen Interessen vertreten - und versuchen, für Ruhe rund um den 23-Jährigen zu sorgen. Zumindest außerhalb der Fußballplatzes.

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