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Marcell Jansen
Marcell Jansen ist nicht einverstanden, wie es beim HSV läuft © Getty Images

Harte Kritik von Marcell Jansen an seinem Ex-Verein: Dem HSV fehle das soziale Gewissen, außerdem findet er es unverständlich, wie mit Olic und Drobny umgegangen wird.

Marcell Jansen übt harte Kritik an seinem ehemaligen Verein Hamburger SV.

"Die Art und Weise, wie mit verdienten Spielern wie Jaroslav Drobny und Ivica Olic umgegangen wurde, lässt mich mit dem Kopf schütteln", schrieb der ehemalige Nationalspieler bei Facebook.

Beide Spieler werden den HSV nach dieser Saison verlassen. "Es darf nicht sein, dass Spieler Dinge erst aus den Medien und nicht im direkten Gespräch erfahren. Schade, dass es jetzt mit einem Knall auseinander geht und Drobo am Samstag nicht spielt. Aber es sagt viel darüber aus, wo in Hamburg die Defizite sind", ergänzte Jansen.

Drobny wird seinem Klub am letzten Spieltag auf eigenen Wunsch nicht zur Verfügung stehen. Der Tscheche habe laut Trainer Bruno Labbadia nicht "die Spannung", um aufzulaufen.

Drobny hatte Labbadia und der Klubführung in einem Interview im Zusammenhang mit seinem bevorstehenden Abgang Lügen und Eierlosigkeit vorgeworfen. "Drobo hat einen Kodex verletzt, den wir bislang gut gelebt haben. Keiner greift den anderen an", sagte Labbadia.

Jansen fehlt bei den Hamburgern "das Hanseatische", nämlich "das soziale Selbstbewusstsein, direkt und ehrlich auf die Leute zuzugehen, offen die Dinge an- und aussprechen".

Das "Durchwurschteln in der Hoffnung, dass sich Probleme von selbst erledigen", habe er noch als Spieler in Hamburg selbst erlebt: "Aber so funktioniert das nicht. Dieser Verein braucht wieder Herz und Seele."

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