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Für Werder Bremen und den VfB Stuttgart geht es in der Bundesliga ums nackte Überleben. Beim VfB Stuttgart gibt Matthias Zimmermann sein Bundesliga-Startelf-Debüt.

Abstiegskampf pur in Bremen: Im ersten Montagsspiel der Fußball-Bundesliga seit 16 Jahren trifft Werder Bremen auf den VfB Stuttgart (20.15 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER).

Und die Schwaben warten gleich mit einer großen Überraschung auf. Denn Matthias Zimmermann, der bislang nur für den VfB Stuttgart II in der Dritten Liga zum Einsatz kam, steht in der Startelf.

Es ist das Bundesliga-Startelf-Debüt für den 23-Jährigen, der als Rechtsverteidiger beginnen wird.

Werder beginnt mit seiner Stammelf.

Die Bremer Mannschaft wurde derweil mit Pauken und Trompeten am Weser-Stadion empfangen. Zahllose Fans umringten den Mannschaftsbus und jubelten den Spielern zu.

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Zur Ausgangslage: Der 17. der Tabelle (31 Punkte) empfängt den 15. (33), es geht ums nackte Überlegen - und deshalb ist das Ziel klar: "Wir müssen gewinnen", sagt Bremens Sportchef Thomas Eichin. Stuttgarts Trainer Jürgen Kramny erwidert: "Wir brauchen Punkte."

Weil die Stuttgarter aber schon zwei Punkte mehr haben als die Bremer, sehen sie sich zunächst mal im Vorteil. "Wir können es aus eigener Kraft schaffen, und das ist positiv", sagte Kramny. Allerdings sah und sieht er sich genötigt, seine Spieler nach zuletzt blutleeren Auftritten und nur einem Sieg und sechs Punkten aus den vergangenen sechs Spielen in die Pflicht zu nehmen: "Jetzt gilt es, da zu sein, richtig da zu sein, sich zu wehren, mit jeder Faser des Körpers."

Zur Vorbereitung auf das Spiel suchten beide noch mal Ruhe und Abgeschiedenheit. Die Stuttgarter jetteten in der vergangenen Woche dafür mal eben von Mittwoch bis Freitag nach Mallorca, nach Llucmajor im Inneren der Insel.

"Da konnte man nicht mehr tun als schlafen, essen, trainieren und Pflanzen anschauen", sagte Kramny. Die Reise soll mal so eben 15.000 Euro gekostet haben. Aber, versichert Kramny: "Die Trainingseinheiten waren wertvoll, die Gespräche waren wertvoll."

Auch Werder gönnte sich einen Tapetenwechsel, machte es aber ein bisschen billiger. Die Bremer fuhren am Samstag für zwei Nächte ins niedersächsische Verden.

Die Mannschaft hatte dafür plädiert, "wir wollen enger zusammenrücken, darauf kommt es im Abstiegskampf an", sagte Trainer Viktor Skripnik. Alle wüssten aber, ergänzte Kapitän Clemens Fritz, "dass uns jetzt nur der Zusammenhalt und der Wille weiterhelfen".

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