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Eintracht Frankfurt v 1. FC Nuernberg - Bundesliga Playoff Leg 1
Club oder Eintracht: Wer spielt nächste Saison in der Bundesliga? © Getty Images

Der eine kleine Nebensatz von Niko Kovac war bemerkenswert.

"Es ist wirklich nur ein Fußballspiel", sagte der Trainer von Eintracht Frankfurt, der im Relegations-Rückspiel beim 1. FC Nürnberg den Bundesliga-Abstieg um jeden Preis verhindern will. Er spielte damit auch auf die schwere Tumorerkrankung von Marco Russ an, und hatte deshalb durchaus recht. Nur: Für beide Klubs steht am Montag (20 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm, Highlights 23.30 Uhr in Bundesliga Aktuell im TV auf SPORT1) praktisch alles auf dem Spiel.

Den Hessen droht beim fünften Abstieg der Vereinsgeschichte alleine bei den TV-Geldern ein Verlust in Höhe von 15 Millionen Euro. Zudem müsste der Spieleretat um rund 18 Millionen Euro zusammengestrichen werden. Ein neuer Hauptsponsor soll seine Unterschrift von der Ligazugehörigkeit abhängig machen.

Nürnberg in finanzieller Schieflage

Und der Club? Die Nürnberger planen seit dem Abstieg 2014 fest mit dem Aufstieg - entsprechend desaströs ist inzwischen die finanzielle Lage, 16,2 Millionen Euro Verbindlichkeiten plagen den Traditionsverein.

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Immerhin scheinen sich beide wieder auf das sportliche konzentrieren zu können. "Ich möchte das jetzt nicht mehr breittreten", sagte Kovac zur Russ-Erkrankung und die hohen Wellen, die peinliche Aussagen von FCN-Torwart Raphael Schäfer und darauf folgende Entschuldigungen ausgelöst hatten. Nürnbergs Trainer Réne Weiler äußerte sich ähnlich - allerdings erst nach einer minutenlangen Wutrede.

"Ich bin frustriert und schockiert, wie meine Aussagen zerpflückt worden sind", sagte der Coach: "Die Entwicklung ist besorgniserregend. Das ist rufschädigend und verunglimpfend."

Nürnbergs Coach hält Wutrede

Weiler hatte unmittelbar nach dem Abpfiff die "Inszenierung" des Russ-Schocks kritisiert, was dem 42-Jährigen im Anschluss negativ ausgelegt wurde. "Ich habe nur gesagt, ich wünsche ihm das Beste". Mit "inszeniert" habe er nicht die Krankheit sondern den medialen Aufruhr gemeint. "Journalisten haben auch eine Verantwortung, der sie sich bewusst sein müssen", sagte der Trainer: "Aber die Schlagzeilen müssen ja immer skandalöser werden. Wir müssen aufhören, alles zu skandalisieren."

Der ohnehin im Rückspiel gesperrte Russ wird derweil nicht mit nach Nürnberg fahren. "Er soll sich auf seine Operation vorbereiten", sagte Kovac: "Das ist das Wichtigste: Dass der Junge so schnell wie möglich wieder fit wird."

SPORT1 begleitet die Partie ab 20 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER auf SPORT1.de und in der SPORT1 App.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Nürnberg: Schäfer - Brecko, Margreitter, Bulthuis, Sepsi - Petrak, Behrens - Kerk, Leibold - Burgstaller, Füllkrug. - Trainer: Weiler

Frankfurt: Hradecky - Chandler, Abraham, Ayhan, Oczipka - Hasebe, Huszti - Aigner, Meier (Stendera), Gacinovic - Seferovic. - Trainer: Kovac

Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle) 

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