vergrößernverkleinern
Mats Hummels wechselt von Borussia Dortmund zum FC Bayern
Mats Hummels spielte von 1995 bis 2008 beim FC Bayern © Getty Images

München - Trotz des Hoeneß-Hickhacks glaubt der SPORT1-Experte, dass die Bayern den Transfer von Mats Hummels bald über die Bühne bringen. Die Ablöse sei kein Problem.

Geht er zu den Bayern? Und wenn ja, wann? Oder vielleicht doch nicht?

Die komplizierte Gemengelage rund um den Wechsel von Borussia Dortmunds Kapitän Mats Hummels zum FC Bayern wurde zuletzt durch die "Türklopf"-Aussage von Uli Hoeneß noch undurchsichtiger.

Mehrere Medien spekulieren sogar, Hummels könne noch einen Rückzieher machen und doch noch in Dortmund bleiben.

Thomas Helmer kann sich das allerdings nicht vorstellen.

"Nur eine Frage der Ablöse"

"Für mich scheint es im Moment nur eine Frage der Ablösesumme zu sein", sagt der SPORT1-Experte, der schon 1992 als Dortmunder Nationalspieler zum FC Bayern wechselte.

Derzeit wird der finanzielle Rahmen für den Transfer auf rund 40 Millionen Euro taxiert.

Video

An der Höhe der Ablösesumme werden es die Bayern nicht scheitern lassen, glaubt Helmer: "Sie müssen nur die entsprechende Summe auf den Tisch legen. Das können die Bayern, und das müssen sie dann einfach auch tun."

Helmer ist sich auch sicher: Die umstrittene Aussage von Hoeneß, wonach sich Hummels selbst bei den Bayern angeboten hätte, spiele in der Entscheidungsfindung keine Rolle.

Helmer verteidigt Hoeneß

"Man muss auch sagen, dass Uli das behutsam formuliert hat und generell auf Spieler bezogen hat, die für den FC Bayern interessant sein können", verteidigt der ehemalige FCB-Spielführer den langjährigen Manager und Präsidenten der Münchner.

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke wisse zudem, dass Hoeneß nach seiner Haftentlassung derzeit nicht zu den Entscheidungsträgern beim deutschen Rekordmeister zählt.

Deshalb verhandle Watzke zu allererst mit Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, der "in der Abwesenheit von Hoeneß den Verein geführt hat", wie Helmer betont.

Druck steigt mit jedem Tag

Eine baldige Entscheidung sei die sinnvollste Lösung, denn der Druck auf Hummels steige mit jedem Tag, meint Helmer. "Deswegen wird der FC Bayern dafür sorgen, dass es eine schnelle Lösung gibt", ist der Europameister von 1996 überzeugt.

Video

Ob der Transfer aber noch vor dem Pokalfinale über die Bühne geht, sei nur schwer zu beurteilen. Im Hinblick auf das Endspiel in Berlin sei das aber ohnehin unerheblich, findet Helmer. "Was das angeht, ist die Situation eh nicht mehr zu retten", erklärt er: "Mats wird im Mittelpunkt stehen."

Helmer selbst als Vorbild

Einen Tipp, wie sich der 27-Jährige in den nächsten Tagen verhalten sollte, hat Helmer nicht.

Er könne Hummels nur insofern als Vorbild dienen, als dass er gleich bei seinem ersten Einsatz für die Bayern ein Tor erzielt hatte - den Treffer zum 3:0-Endstand bei Bayer Uerdingen.

"Dann war Ruhe", erinnert er sich. "Vielleicht gelingt Mats das ja auch."

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel