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Bayern Muenchen v Turbine Potsdam - Allianz Frauen-Bundesliga
Bernd Schröder trainierte 45 Jahren lang Turbine Potsdam © Getty Images

"Ich habe mein Leben für den Verein gegeben", sagt Pep Guardiola bei seiner Abschieds-Pressekonferenz. Trainer-Urgestein Bernd Schröder kann darüber nur lachen.

Fast ein halbes Jahrhundert stand Bernd Schröder als Trainer an der Seitenlinie als Trainer. Und das bei nur einem Verein - Turbine Potsdam. Am Pfingstmontag bestreitet er sein letztes Spiel, danach ist Schluss. Über das Pathos bei der Abschieds-Pressekonferenz von Pep Guardiola kann er nur lachen.

"Der hat drei Jahre beim FC Bayern gearbeitet und sagt dann: Ich habe mein Leben für den Verein gegeben", sagte der scheidende Kultcoach: "Ja, für die vielen Millionen im Jahr kann ich das auch machen. Das ist der größte Quatsch, den ich je gehört habe."

Sage und schreibe 45 Jahre lang lenkte Bernd Schröder bei Turbine Potsdam die Geschicke. Wenn am Pfingstmontag auf "Platz 11" am Weserstadion der Schlusspfiff des Auswärtsspiels bei Werder Bremen ertönt, endet eine Ära. Doch der 73-Jährige verspürt keine Wehmut: "Es ist eine besondere Situation. Aber ich hatte 45 Jahre lang Zeit, mich auf diesen Moment vorzubereiten."

Im März 1971 übernahm der studierte Montanwissenschaftler die neugegründete Frauenfußball-Mannschaft der Betriebssportgemeinschaft des örtlichen Energieversorgers. Damals gab der ehemalige Reservetorwart von Lok Leipzig seine Zusage per Handschlag, der besagte: "Keinen Pfennig Geld, 24 Stunden am Tag zuständig". 

Er wurde das Gesicht, das unumstrittene Oberhaupt des Vereins, berüchtigt für sein hartes Training. Haufenweise sammelte er Titel: Zwei im Europacup, je sechs DDR- und gesamtdeutsche Meisterschaften sowie dreimal den DFB-Pokal.

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