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München - Die Meisterparty ist zurückhaltender als sonst, einer muss sogar zuhause bleiben: Der FC Bayern fokussiert sich voll auf das Finale gegen den BVB - aus mehreren Gründen.

Thomas Müller war heiser. Angeschlagen. Ein wenig gerädert.

Kein Wunder nach der Meisterparty am Samstagabend im Postpalast. Die Feier mit den Fans einen Tag später am Marienplatz fiel dagegen etwas zurückhaltender aus.

Der FC Bayern mit gezogener Handbremse – so, wie man den Rekordmeister auf dem Rasen eher seltener sieht.

"Absolutes Topfinale"

"Jetzt gehen wir nach Hause und lassen uns gut versorgen", kündigte Müller am Sonntag an.

Regenerieren. Den Akku am freien Montag wieder aufladen. Die Saison ist für die Münchner schließlich noch nicht beendet.

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Der volle Fokus liegt auf Samstag. Endspiel im DFB-Pokal in Berlin gegen Borussia Dortmund (20 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER). Das Double soll her.

"Das ist das absolute Topfinale", meinte Kapitän Philipp Lahm.

Meisterschaft allein reicht nicht

Für die Bayern ist es die Chance, aus einer guten Saison eine sehr gute zu machen. "Wir wollen das Double holen, aber Dortmund gibt den Pokal sicher nicht einfach so her", sagte Lahm.

Klar, die Meisterschaft genießt oberste Priorität an der Säbener Straße. Aber genauso klar ist: Ein Titel allein reicht nicht. Die Ansprüche sind größer.

Dass es wieder nicht mit der Champions League geklappt hat, frustet nach wie vor. Hat die Münchner aber nicht aus der Bahn geworfen.

Martinez muss zuhause bleiben

Umso wichtiger ist jetzt der Pokal. Entsprechend zurückhaltend feierte das bayerische Star-Ensemble am Wochenende. Business as usual. "Vollgas" (Lahm) am Samstag, danach "öffentliche Regeneration", wie es Müller nannte.

Javi Martinez durfte erst gar nicht mitmachen. Er hatte sich bereits am Donnerstag am Sprunggelenk verletzt.

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Bloß kein Risiko eingehen. Bloß nicht seinen möglichen Einsatz im großen Duell am Samstag gefährden.

"Wir werden unser Bestes geben, um dieses Finale zu gewinnen", beteuerte Trainer Pep Guardiola.

Guardiola, der Unvollendete?

Schließlich geht es gegen den BVB. Den größten Konkurrenten in Deutschland. Auch wenn ihnen die Meisterschale nicht mehr zu nehmen ist. In gewisser Weise geht es auch um den Nummer-eins-Status in Deutschland.

Und darum, dass sich der Coach zu gerne mit Titel Nummer sieben in seiner dreijährigen Amtszeit verabschieden möchte.

Auch am Rathaus bedauerte er noch einmal das dreimalige Scheitern in Europa. "Dieser Verein verdient, das Finale der Champions League zu spielen", sagte Guardiola. Er akzeptiere sogar das öffentliche Urteil: "Ich war nicht perfekt, es tut mir leid für alle."

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Apropos Rathaus: Darum geht es im Pokalfinale auch. Denn die Münchner wollen am Sonntag noch einmal dorthin zurückkehren, um es mit Schale und DFB-Pokal noch einmal "richtig krachen" zu lassen, wie es Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge ankündigte.

Dann sicher auch mit gelöster Handbremse.

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