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München - Fredi Bobic tritt seinen Dienst als neuer Vorstandsboss bei Eintracht Frankfurt an. Der Ex-Nationalspieler freut sich auf die Zusammenarbeit mit Trainer Niko Kovac.

Der bisherige SPORT1-Kolumnist Fredi Bobic legt als Vorstandsboss bei Eintracht Frankfurt los.

Am Mittwoch wurde der 44-Jährige als Nachfolger von Heribert Bruchhagen vorgestellt. Und das mit vollem Engagement und jeder Menge Vorfreude.

"Der Kontakt in den vergangenen Wochen war sehr konstruktiv", sagte Bobic und ergänzte: "Ich habe bei drei Traditionsvereinen gespielt, solche Klubs sind nicht einfach, haben aber ein unheimliches Potenzial."

Bobic spielte in seiner Karriere für den VfB StuttgartBorussia Dortmund und Hertha BSC.

Man müsse die Power "mitnehmen in den sportlichen Bereich", so der neue SGE-Boss. In der Relegation habe man gesehen, "was mobilisiert werden kann, welche Kraft da ausgestrahlt werden kann. Wir müssen zurück zur Basis."

Für Bobic war das auch ein Hauptgrund, sich für Eintracht zu entscheiden. "Das hat mich bei Eintracht fasziniert. Und das reizt mich." Der Klub sei ein "sehr gut geführter Verein, das passt zu mir und meiner Vita. Ich gehe mit vollem Spaß an diese Arbeit ran, die letzten Tage waren ganz im Sinne von Eintracht."

"Anspruchsvoll und inhaltsreich"

Hinter ihm lägen "anstrengende Tage, aber auch anspruchsvoll und inhaltsreich. Es begeistert mich, dass Eintracht unglaublich viel Potenzial hat."

Man dürfe nicht nur davon reden, sondern müsse "es auch zeigen und arbeiten".

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Bobic stellte klar: "Wir sind alle gefordert, die richtigen Schritte zu gehen. Es ist etwas Neues und Aufregendes und es erfüllt mich mit Stolz. Ich habe immer gegen die Eintracht gespielt, nie gearbeitet, aber das Adler-Virus hat mich schon gepackt."

Im Vorfeld war bekannt geworden, dass einige Eintracht-Fans Vorbehalte gegen den Europameister von 1996 als neuem starken Mann in Frankfurt haben. "Ich begegne den Fans positiv und offensiv", sagt er dazu. "Ich war Stürmer und auch in meiner neuen Position gehe ich zielstrebig voran und werde auf die Fans zugehen."

Bobic: "Nur ein Teil der Fans"

Und weiter: "Es ist nur ein Teil der Eintracht-Fans, das sind ja nicht alle. Mir wurde von vielen Fans von Herzen alles Gute gewünscht. Heute Morgen noch an der Tankstelle an meinem ersten Tag."

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Er gehe "sehr positiv an die Geschichte ran", so Bobic. "Mit den Fans wird immer die Kommunikation da sein. Ich stehe Fragen immer offen gegenüber, aber auch Ängsten. Ich sehe das sehr gelassen und mit großer Freude. So wie Eintracht als Traditionsverein polarisiert, so polarisiere auch ich."

Konkrete Ziele wollte er noch nicht ausgeben. "Wir machen erst mal eine Bestands-Analyse. Wir werden Personalthemen in Ruhe besprechen. Wir sind noch nicht komplett durch, diese Analyse werde ich mit Bruno Hübner und Niko Kovac besprechen, wir sind die letzten in der Kette, die auf dem Transfermarkt zuschlagen können, weil wir in der Relegation gespielt haben. Das habe in den Gremien ganz deutlich gesagt."

Vorfreude auf Kovac

Kovac kennt Bobic noch aus der gemeinsamen Zeit als Spieler bei Hertha BSC (2003 bis 2005). "Mit Niko unterhalte ich mich sicherlich in Deutsch, wir sind beide hier aufgewachsen. Ich kenne ihn aus meiner Zeit in Berlin, wir haben den Kontakt nie verloren."

Man kenne, schätze und respektiere sich. "Was ich an ihm vor allem schätze, ist seine Geradlinigkeit", so Bobic. "Er hat zudem eine sehr positive Ausstrahlung. Es wurde nie von der Zweiten Liga geredet, sondern nur von der Bundesliga, es wurde auch nie gejammert. Ich habe eine große Lust mit Niko zusammenzuarbeiten, genauso auch mit Bruno Hübner."

Bobic betonte, dass er für den sportlichen Etat kämpfen will: "Wir müssen uns da noch besser aufstellen." Man müsse "im Team auftreten. Ich habe hier eine Struktur vorgefunden, die ich sehr gut finde. Man muss auch in schwierigen Situationen zusammenhalten. Man muss geschlossen agieren, nur dann hast du Kraft als Verein."

Große Worte, denen Bobic nun Taten folgen lassen muss.

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