Video

Hamburgs Investor Klaus-Michael Kühne baut sein Engagement aus und stellt dem HSV finanzielle Mittel für zukünftige Transfer. Dabei geht er hohes Risiko.

Edelfan Klaus-Michael Kühne (79) stellt dem Hamburger SV frische Millionen für neue Stars zur Verfügung. Dies gaben die Hanseaten am Donnerstag bekannt.

Mit dem Geld will der HSV nach sportlich enttäuschenden Jahren zurück in die Bundesliga-Spitze.

"Wir werden damit intensiv an der Kaderverbesserung arbeiten", sagte der Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer. Über die Höhe des Darlehens machte der Klub keine Angaben, zuletzt wurde über 50 Millionen Euro spekuliert.

Zur Höhe der Investition wollten sich beide Seiten nicht äußern. "Das Gesamtvolumen ist nicht abschließend festgelegt, sondern orientiert sich in erster Linie an den sportlichen Notwendigkeiten über mehrere Jahre", sagte HSV-Finanzvorstand Frank Wettstein.

Kühne selbst erklärte lediglich, die kolportierte Summe von 50 Millionen Euro sei "völlig aus der Luft gegriffen" und entspreche "bei weitem nicht dem, was ich bereit bin zum Wohle des HSV einzubringen".

Risiko liegt bei Kühne

Kühne geht laut Klubangaben mit seiner Finanzspritze mächtig ins Risiko, die Rückzahlung des Geldes sei "eng an den sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg geknüpft", hieß es in einer Mitteilung. Wenn die genannten Ziele nicht erreicht werden, übernimmt Kühne das Risiko der Investition nach HSV-Angaben vollständig selbst.

Kühne hatte sich vorab das Personalkonzept der Verantwortlichen und die Sportstrategien umfangreich von Beiersdorfer vorstellen lassen.

Bisher 70 MIllionen in HSV investiert

"Es geht aus meiner Sicht um die weitere Entwicklung und Komplettierung der Mannschaft und die Verpflichtung sorgfältig ausgewählter, neuer Schlüsselspieler, aber auch von Talenten mit großem Potenzial", sagte Kühne, der bisher rund 70 Millionen Euro über Darlehen und Beteiligungen in den HSV gepumpt hat.

Der Logistik-Unternehmer hält zurzeit elf Prozent der Anteile an der HSV-Fußball-AG, auch die Namensrechte am Stadion kaufte er für vier Jahre.

Die Vereinbarung war im Vorfeld auch dem Aufsichtsrat vorgestellt und einstimmig befürwortet worden.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel