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Alen Halilovic
Alen Halilovic im Trikot der kroatischen Nationalmannschaft © Getty Images

München - Alen Halilovic kam 2014 mit vielen Vorschusslorbeeren zum FC Barcelona. Zwei Jahre später wechselt er zum HSV - um endlich seinen Durchbruch zu schaffen.

Alen Halilovic ist einer dieser talentierten Teenager, die früh als kommende Weltstars betitelt werden und schließlich mit den hohen Erwartungen zu kämpfen haben.

Als der FC Barcelona am Dienstag in die Vorbereitung auf die Saison 2016/17 startete, fehlte der 20-Jährige. Trainer Luis Enrique plant nicht mit ihm. Halilovic möge zu einem Verein wechseln, bei dem er regelmäßig zum Einsatz kommt.

HSV bekommt Wunschspieler

In der vergangenen Saison an den spanischen Erstligisten Sporting Gijon verliehen, wechselt das kroatische Talent nun zum Hamburger SV. Die Vertragsdauer muss noch geklärt werden, die Ablöse liegt bei rund fünf Millionen Euro.

Zwar bestehen die Katalanen auf ein Rückkaufrecht, doch ihr Vertrauen in den jüngsten kroatischen Nationalspieler aller Zeiten ist nicht mehr so groß wie noch vor zwei Jahren.

Kein zweiter Messi

Damals galt das Eigengewächs von Dinamo Zagreb, das mit 16 erstmals in der kroatischen Liga und Champions League aufgelaufen war, noch als potentieller Erbe von Lionel Messi.

Seine Körpergröße von 1,69 Metern und seine feine Ballbehandlung bestärkten diesen Vergleich. Die Realität sah bislang anders aus.

Halilovic blieb, im Gegensatz zu Weltfußballer Messi, der direkte Durchbruch bei Barca verwehrt. Weder im B-Team des spanischen Double-Siegers noch in Gijon wusste Halilovic vollends zu überzeugen. Sein Talent blitzte hier und da auf, doch drei Tore in 36 Erstliga-Spielen waren zu wenig, um sich für Barca zu empfehlen.

Kritik an Einstellung

Dazu fehlte Halilovic zuletzt hin und wieder der Ehrgeiz im Training, weshalb er sich in Gijon häufiger auf der Bank wiederfand.

"Wenn er nicht gut trainiert, spielt er auch nicht. Bei Alen ist es keine Frage der Qualität", erklärte der Coach der Asturier, Abelardo Fernandez, im April.

"Ich würde gerne nach Barcelona zurückkehren und mich durchsetzen", sagte Halilovic vor zwei Monaten.

Daraus wird nun nichts.

In Hamburg will er endlich sein Versprechen in die Zukunft einlösen.

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