vergrößernverkleinern
Unter den Fans von Lazio Rom gibt es auch rechte Gruppierungen
Unter den Fans von Lazio Rom gibt es auch rechte Gruppierungen © Getty Images

Werder Bremen will aus Angst vor rechten Schlägern nicht gegen Lazio Rom antreten. Es gebe Hinweise auf geplante Aktionen von rechtsradikalen Gruppierungen.

Werder Bremen wird seine Saisoneröffnung am 6. August aus Angst vor rechten Schlägern nicht gegen Lazio Rom bestreiten.

Das Testspiel gegen den früheren Klub von Miroslav Klose werde nicht stattfinden, teilte Werder am Freitag mit.

"Es mehren sich die Hinweise, dass die Partie von rechtsradikalen Gruppierungen als Bühne missbraucht werden soll", sagte Geschäftsführer Klaus Filbry. Diese Öffentlichkeit wolle man "nicht bieten".

Einschlägig bekannte deutsche Hooligan-Gruppen hatten zuvor im Internet dazu aufgerufen, nach Bremen zu kommen.

Lazio ist für seine rechtsradikale Fan-Szene bekannt.

"Wir sind nicht bereit, für ein solches als familienfreundliches Highlight der Vorbereitung gedachtes Testspiel die Sicherheitsvorkehrungen über ein erträgliches Maß zu erhöhen", sagte Filbry.

In der Vergangenheit kam es bei Spielen von Lazio - auch auf deutschem Boden - immer wieder zu Ausschreitungen.

Zuletzt sorgten Schlägereien rund um ein Testspiel des FSV Mainz 05 gegen den italienischen Erstligisten im Sommer 2015 für negative Schlagzeilen.

Werder sucht "intensiv" nach einem neuen, "sportlich ähnlich attraktiven" Gegner für seine Saisoneröffnung am geplanten Wochenende. "Die Karten würden dann für diese Partie ihre Gültigkeit behalten", sagte Filbry. Der Verein nimmt die bereits abgesetzten Karten "selbstverständlich" auch zurück.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel