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FC Bayern und Borussia Dortmund im Vergleich
Der FC Bayern und der BVB gelten auch in der neuen Saison als erste Meisterschaftsanwärter © SPORT1-Grafik: Eugen Zimmermann/Getty Images

Knapp fünf Wochen sind es noch bis zum Bundesligastart. Sowohl der FC Bayern als auch Borussia Dortmund haben noch viel Arbeit vor sich. SPORT1 vergleicht, wer wo steht.

An Arbeit mangelt es weder Borussia Dortmund noch dem FC Bayern.

Die einen haben einen Umbruch im Kader zu bewältigen, bei den anderen fand der wichtigste Wechsel auf der Trainerposition statt.

Wie weit sind die Rivalen knapp fünf Wochen vor dem Bundesligastart? SPORT1 vergleicht die Situation bei BVB und FCB.

Testspiele:

Mit der jüngsten 4:1-Gala gegen Manchester United ließen die Dortmunder beim International Champions Cup aufhorchen. Doch in der Vorbereitung gab es auch Rückschläge: Bei der bislang einzigen Niederlage gegen 1860 München (0:1) wurden allerdings zahlreiche Stammkräfte geschont. Doch auch der glückliche 3:2-Sieg gegen St. Pauli war wenig überzeugend.

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Rein von den Ergebnissen her stehen die Bayern bislang besser da: Drei Spiele, drei Siege - zwei davon allerdings gegen unterklassige Klubs. Bei den Siegen gegen Lippstadt (4:3) und Landshut (3:0) hatten die Münchner dabei noch deutlich Luft nach oben. Auch das 1:0 gegen ManCity war nur bedingt ein Gradmesser. Allerdings fehlten bei allen drei Partien noch die EM-Fahrer.

Bisherige Gewinner:

Aufseiten der Dortmunder hat sich vor allem Gonzalo Castro zuletzt hervorgetan. Schon in der vergangenen Rückrunde wurde der Mittelfeld-Allrounder, der nach seinem Wechsel aus Leverkusen mit Startproblemen zu kämpfen hatte, immer wichtiger im Team von Thomas Tuchel. Trotz der vielen Neuzugänge könnte Castro im Zentrum in der kommenden Saison eine tragende Rolle übernehmen.

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In Abwesenheit einiger Stars sprüht vor allem Franck Ribery in dieser Phase der Vorbereitung vor Einsatzfreude. Im Testspiel zuletzt gegen Landshut war er mit einem Tor und einer Vorlage der herausragende Bayern-Spieler.

Zugänge:

Über 100 Millionen Euro haben sich Dortmunder ihre Shoppingtour im Sommer kosten lassen. Rückkehrer Mario Götze und Andre Schürrle waren wohl die letzten Zugänge. Es werde "voraussichtlich nichts mehr" auf der Zugangsseite passieren, erklärte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in der Bild.

Mit Marc Bartra vom FC Barcelona haben sich die Schwarz-Gelben namhaft verstärkt. Hinzu kommen noch Europameister Raphael Guerreiro, der Ex-Münchner Sebastian Rode und die Talente Emre Mor, Mikel Merino und Ousmane Dembele. Letzterer deutete unter anderem mit einem starken Solo gegen ManUnited sein Potenzial bereits an.

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Was die Aktivitäten auf dem Transfermarkt angeht, herrscht zwischen Dortmund und Bayern ausnahmsweise einmal Einigkeit. Auch die Bayern werden wohl nicht mehr tätig werden.

"Unsere Mannschaft ist sehr gut. Alle Positionen sind besetzt. Wir brauchen keine Spieler mehr für diese Saison", sagte Bayern-Trainer Carlo Ancelotti vergangene Woche. Mats Hummels und Europameister Renato Sanches werden somit wohl die einzigen Neuzugänge bleiben.

Abgänge:

Der Abgang von Abwehrchef Hummels zu den Bayern hinterlässt sicherlich die größte Lücke bei den Dortmundern. In Henrikh Mkhitaryan (ManUnited) und Ilkay Gündogan (ManCity) haben zwei weitere Schlüsselspieler den Verein verlassen.

Um die Lücken zu füllen, setzt der BVB auf die Stärke des Kollektivs. Das soll noch etwas ausgedünnt werden. Mögliche Abgänge sind Jakub Blaszczykowski, Moritz Leitner, Joo-Ho Park sowie Jannik Bandowski. Der bevorstehende Abgang von Neven Subotic hat sich wegen einer OP im Bereich der Rippen vorerst zerschlagen.

Die Bayern verließen hingegen allesamt nur Spieler aus der zweiten Reihe. Die Wege von Götze und Rode führten dabei ausgerechnet zum Rivalen nach Dortmund. Auch Pierre-Emile Hojbjerg (Southampton) und Medhi Benatia (Juventus Turin) kehrten München den Rücken, der Verlust für die Bayern in sportlicher Hinsicht hält sich in allen Fällen in Grenzen.

Personalsituation:

Weder die Dortmunder noch die Münchner können aktuell mit ihrem kompletten Kader trainieren. In beiden Fällen fehlen noch die EM-Teilnehmer. Allerdings hat Dortmund zurzeit auch ohne Julian Weigl, Andre Schürrle, Mario Götze und Raphael Guerreiro eine schlagkräftige Truppe beisammen, die schon mal ein ebenfalls nicht in Bestbesetzung angetretenes ManUnited 4:1 wegfegen kann.

Bei den Bayern fehlt mit Manuel Neuer, Thomas Müller, Joshua Kimmich, Robert Lewandowski, Arturo Vidal, Kingsley Coman und Jerome Boateng aktuell ein Großteil der Stammbesetzung, auch die Neuzugänge Hummels und Sanches werden erst Anfang August in München erwartet.

Der Kader der USA-Reise besteht daher fast zur Hälfte aus Spielern der U19-, beziehungsweise der Regionalligamannschaft. Für den Feinschliff mit seinem vollständigen Kader bleibt Ancelotti also nur wenig Zeit - aber im Lösen derartiger Probleme haben sowohl der Trainer-Routinier als auch die Bayern bereits reichlich Erfahrung.

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