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BVB-Trainer Thomas Tuchel hat viele Optionen und damit die Qual der Wahl © SPORT1-Grafik: Eugen Zimmermann / Getty Images / Imago

Dortmund - Der Kader von Borussia Dortmund ist so breit wie nie. Vor allem in der Offensive ist die Qualitätsdichte sehr hoch, auf jeder Position konkurrieren viele Spieler miteinander.

Sie hätten gerne auf ihn verzichtet. Doch als der Umbruch nötig wurde, sind sie bei Borussia Dortmund in die Vollen gegangen.

Die rund 110 Millionen Euro Transfereinnahmen für Henrikh Mkhitaryan (Manchester United), Mats Hummels (FC Bayern) und Ilkay Gündogan (Manchester City) hat der BVB komplett reinvestiert.

Acht Neue für mehr als 110 Millionen

Für etwas mehr als das Eingenommene kamen insgesamt acht neue Spieler, der teuerste und letzte: Andre Schürrle für 30 Millionen Euro aus Wolfsburg (Hintergrund: Darum passt Schürrle zum BVB). Dazu noch: Mario Götze, Ousmane Dembele, Sebastian Rode, Raphael Guerreiro, Marc Bartra, Emre Mor und Mikel Merino.

Für den "natürlichen Konkurrenten des FC Bayern München", wie Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge sagt, bedeutet das: Dortmunds Kader scheint nun auch in der Tiefe exzellent besetzt.

Alle Positionen mindestens doppelt besetzt

Für alle Positionen gibt es mindestens eine beinahe gleichwertige Alternative. Im Offensivbereich sogar mehr. Hier herrscht ein Überangebot.

In der wohl präferierten 4-1-4-1-Grundordnung könnten etwa Andre Schürrle, Emre Mor, Marco Reus oder auch Mario Götze auf dem linken Flügel spielen.

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Alternativ auch Ousmane Dembele, der sich auf jeder Position vor dem zentralen Mittelfeld wohlfühlt und sich in seinen ersten Wochen schon in die Herzen der Fans gespielt hat. Auch die beiden Supertalente Christian Pulisic und Felix Passlack sind flexibel.

Guerreiro kann auch stürmen

Sogar der neue Außenverteidiger, Europameister Raphael Guerreiro, kann offensiver spielen. Bei der EM gab er teilweise den Flügelstürmer für Portugal.

Dortmunds Kader: Viele exzellente Spieler für elf Positionen. © SPORT1-Grafik: Eugen Zimmermann / Imago, Getty Images

Für ein bis zwei Positionen im zentralen Mittelfeld stehen Tuchel fünf Spieler zur Verfügung: Julian Weigl, Mikel Merino, Gonzalo Castro, Sebastian Rode und Nuri Sahin.

Für die hängende Spitze mindestens vier: Neben Reus, Götze und Dembele auch Shinji Kagawa.

Spektakel erwartet

Auf Trainer Thomas Tuchel dürfte einige Bastelarbeit zukommen, um die vielen Samtfüße im runderneuerten BVB-Kader zusammenzufügen.

Andererseits: Bringt Tuchel die vielen Schönspieler und den BVB ins Rollen – und schafft er es, die Härtefälle zu moderieren - können sich die Fans auf spektakuläre Spiele einstellen. Das sehenswerte 4:1 gegen Manchester United dürfte nur ein Vorgeschmack gewesen sein.

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Tuchel stellte schon einmal klar: "Es wird immer zu unserem Profil gehören, nicht nur offensiv zu attackieren, sondern auch defensiv aggressiv zu verteidigen."

Heißt: Wer nicht nach hinten mitarbeitet, kann schneller auf der Bank landen, als er die Namen aller Konkurrenten für seine Position aufzählen kann.

Aubameyang wird Vater

Wahrscheinlich dürften zunächst Schürrle und Mor um die Position des Linksaußens konkurrieren, Dembele, Pulisic und Passlack für den Rechtsaußen.

Reus, Götze und Kagawa für den Halbstürmer, Castro und Rode um den etwas zurückgezogenen Achter, Weigl, Sahin und Merino um die Sechs.

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Im Sturmzentrum ist Pierre-Emerick Aubameyang gesetzt, der am Dienstag vorzeitig von der China-Reise des BVB zurück nach Deutschland reiste, um bei der Geburt seines zweiten Kindes dabei zu sein.

Für ihn steht prinzipiell nur Adrian Ramos als Vertretung bereit. Sollte Tuchel aber Gefallen an einer falschen Neun finden, hätte er auch dafür mit Götze, Dembele oder Reus drei Varianten. 

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