vergrößernverkleinern
Pal Dardai bedankt sich bei Matchwinner Julian Schieber
Per Skjelbred bedankt sich bei Matchwinner Julian Schieber © Imago

Berlin - Julian Schieber erzielte in einem irren Nachspielkrimi gegen Freiburg den Siegtreffer für Hertha BSC. Damit krönte der Pechvogel sein ganz persönliches Märchen.

Pal Dardai legte nach dem Abpfiff trotz tropischer Temperaturen einen Wahnsinnssprint hin und sprang Matchwinner Julian Schieber in die Arme.

"Ich habe mich für Julian gefreut, dass er endlich sein Tor gemacht hat. Wir haben die ganze Woche darüber geredet und jetzt hat es geklappt", sagte der Trainer von Hertha BSC überglücklich nach dem 2:1 (0:0)-Sieg der Berliner gegen Aufsteiger SC Freiburg zum Saisonauftakt.

Julian Schieber war Herthas Held © IM Football

Schieber hatte zehn Minuten nach seiner Einwechslung in der Nachspielzeit (90.+5) mit seinem ersten Treffer nach seiner Knie-Operation im März 2015 den Berlinern die nach dem späten Freiburger Ausgleich fast schon verloren geglaubten drei Punkte gerettet.

"Es war purer Wille, ich wollte unbedingt das Tor machen - egal wie", freute sich der Matchwinner. "Wir gewinnen am Ende zwar glücklich, aber es fühlt sich super an."

Nebenbei erzielte Schieber das drittspäteste Tor der Bundesliga seit der Datenerfassung im Jahr 2003. 

"Ein Traum für jeden Fußballer"

"Das ist ein Traum für jeden Fußballer, kurz vor Schluss vor heimischen Fans den Siegtreffer zu schießen - auch wenn es nur ein Stochertor war", sagte der Mann des Spiels, der nach seinem Treffer fast von seinen Kollegen erdrückt worden wäre: "Das war grenzwertig."

Die Gastgeber hatten bis in die Nachspielzeit durch ein Tor von Vladimir Darida (62.) mit 1:0 geführt, ehe Freiburgs Kapitän Nicolas Höfler in einer dramatischen Schlussphase per Kopf der Ausgleich (90.+3) zum 1:1 gelang.

Nach dem K.o. in der Qualifikation zur Europa League und dem Pokal-Zittersieg beim Drittligisten Jahn Regensburg war ein Starterfolg für den Hauptstadtklub enorm wichtig, auch wenn der müde Sommerkick vor 41.648 Zuschauern im nur halb gefüllten Olympiastadion kaum jemanden von den Sitzen riss.

Am Ende war's den Berlinern aber egal - die drei Punkte dank Matchwinner Schieber konnten sie auf der Habenseite verbuchen

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel