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Peter Neururer und Stefan Schnoor können die Last-Minute-Transfers der Königsblauen nicht verstehen. SPORT1-Experte Neururer findet den Transfer von Leroy Sane "traurig".

Nach dem missglückten Saisonstart ist die Aufregung bei Schalke 04 groß. Vor allem die Tatsache, dass mit Naldo nur ein Neuzugang am 1. Spieltag in der Startelf auftauchte, sorgt für Kritik.

Auch im Fantalk auf SPORT1 wurde die Transferpolitik der Königsblauen kontrovers diskutiert. S04-Jugendtrainer und Ex-Kultspieler Willi Landgraf ist dabei voll des Lobes über den neuen Sportvorstand Christian Heidel.

"Er hat clever die neuen Spieler eingekauft. Wir sprechen uns nach dem vierten Spieltag,wo Schalke steht. Wir haben Typen eingekauft, die auch Qualität haben. Konopljanka (Neuzugang vom FC Sevilla, Anm. d. Red.) bringt Schalke von der Qualität auf jeden Fall weiter."

Schnoor übt Kritik an Konopljanka-Transfer

SPORT1-Experte Stefan Schnoor ist deutlich kritischer, vor allem der Last-Minute-Einkauf von Yevhen Konopljanka gefällt dem Ex-Profi nicht. "Ich gehe doch als Manager vor der Saison hin und plane und gehe in die Vorbereitung - und jetzt komme ich auf die Idee und hole Konopljanka?! Bei allem Respekt, das weiß ich doch vorher, wo der Schuh drückt. Da muss ich mich früher drum kümmern und nicht einen Tag vor Transferschluss."

Laut Landgraf lag der späte Zeitpunkt des Transfers eventuell daran, dass ein Wechsel erst am Ende der Transferperiode möglich wurde.

Peter Neururer sieht die Probleme auf Schalke durch den Wechsel des Ukrainers noch längst nicht gelöst. "Bei aller Qualität der Spieler, die neu dazugekommen sind. Es braucht mindestens noch drei, vier Wochen, bis daraus eine Einheit wird. Die nächsten beiden Wochen werden schwer, denn die meisten Spieler sind bei ihren Nationalmannschaften", erklärte der SPORT1-Experte.

"Dann ist die ganze Saison im Eimer"

Es werde also etwa einen Monat dauern, bis die Mannschaft von S04 steht. "Dann herzlichen Glückwunsch. Und wenn sie dann mit wie vielen Punkten auch immer dastehen, dann ist Alarm im Hafen ohne Ende und die ganze Saison im Eimer", spottete Neururer.

Auch den Abgang von Leroy Sane kann der langjährige Trainer nicht nachvollziehen. "Dass ein Riesentalent wie Leroy Sane, der noch keine 20 Bundesliga-Spiele über 90 Minuten gemacht hat, nicht gehalten werden kann, finde ich traurig", meinte der 61-Jährige. Der 50-Millionen-Abgang werfe auch ein schlechtes Licht auf den Einkauf von Breel Embolo.

"Wenn ich dann im Gegenzug einen 19-Jährigen wie Breel Embolo verpflichten muss...rein finanziell habe ich nur 25 Millionen gewonnen. Was ich dann sportlich habe, ist die große Frage", sagte Neururer bei SPORT1.

Embolo war beim Auftakt in Frankfurt (0:1) erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt worden.

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