vergrößernverkleinern
SPORT1-Redakteur Holger Luhmann beleuchtet die Angst der Liga vor den Bayern © Getty/SPORT1

München - Das Saison-Eröffnungsspiel erschreckt nicht nur DFL-Boss Rauball. Der Auftritt der Bremer in München muss als Mahnung gelten. Doch es gibt auch positive Beispiele.

DFL-Präsident Reinhard Rauball schlug Alarm.

"Erschrocken" sei er gewesen über den Auftritt von Werder Bremen im Auftaktspiel zur 54. Bundesliga-Saison am Freitagabend beim FC Bayern.

Das 0:6 aus Bremer Sicht war ein fatales Signal, das auch noch in über 200 Länder übertragen wurde.

Die einseitige Ouvertüre muss als Mahnung gelten.

Dem Schicksal ergeben schenkte Werder die Begegnung ab.

Video

Noch in schlechter Erinnerung sind die Marotten einiger Klubs, die in der vergangenen Saison mit einem B-Kader gegen die Bayern angetreten sind. Oder Spieler, die sich im Vorfeld vorsätzlich eine Gelb-Sperre eingehandelt haben. Gemäß dem Motto: Gegen München ist ohnehin nichts zu holen.

Die Liga braucht Mut!

Das gilt sowohl für Spieler, den - sicher ungleichen - Kampf anzunehmen als auch für Vereins-Verantwortliche auf der Suche nach innovativen Ideen.

Es gibt positive Beispiele: Wie Mainz 05 und den FC Augsburg, die sich mit geringen finanziellen Mitteln inzwischen in der Bundesliga etabliert haben und sich auch gegen die vermeintlich übermächtigen Bayern ins Zeug legen.

Das gilt zum Beispiel - auf höherer Ebene - für Borussia Dortmund und Schalke 04. Der BVB setzt auf einen radikalen Umbruch, auch mit vielen internationalen Talenten. Schalke auf den gewieften Manager Christian Heidel und den ebenfalls neuen Trainer Markus Weinzierl. Dem hätte beim Fehlstart in Frankfurt vielleicht etwas mehr Mut gut getan, als er in Naldo nur einen Neuzugang in der Startelf aufbot und den vielleicht hochkarätigsten, Breel Embolo, erst in der zweiten Halbzeit brachte.

Video

Im Vergleich zu früheren Jahren recht forsch hat sich Bayer Leverkusen vor der Saison geäußert und mindestens Platz drei als Saisonziel ausgegeben. Zu Beginn in Gladbach gab es zwar eine Niederlage, doch für Häme gibt es keinen Grund.

Im Gegenteil: Für die Liga kann es nur erfrischend sein, wenn sich die Klubs mutige Ziele setzen.

Auch oder vor allem in den Spielen gegen die Bayern.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel