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München - Im Zuge seines Wechsels vom FC Bayern zu Borussia Dortmund hat sich bei Mario Götze einiges verändert. Neben der Frisur fällt ein weiterer Aspekt ins Auge.

Noch bis vor nicht allzu langer Zeit hat Mario Götze nahezu jede seiner Unternehmungen dokumentiert und die Öffentlichkeit daran teilhaben lassen. Doch seit seiner Rückkehr zu Borussia Dortmund hat sich einiges verändert beim deutschen WM-Helden von 2014.

Diese Veränderungen wurden an seinem ersten Tag beim BVB deutlich: neue Frisur, neue Nummer, neue Teamkollegen.

Mit auffällig kurz geschorenen Haaren trat Götze am Montag zum obligatorischen Fitnesstest an. Gemeinsam mit Kumpel Andre Schürrle und dem portugiesischen Europameister Raphael Guerreiro präsentierte er sich gut gelaunt und voller Tatendrang.

Götzes Kurzhaarschnitt soll dabei wohl die neue Geradlinigkeit und Entschlossenheit hervorheben. Nicht der schöne Schein abseits des Platzes ist mehr wichtig, sondern die Taten auf dem Feld.

Götze bekommt die Nummer 10

Es ist ein Neustart in der Karriere des 24-Jährigen, der einst als eines der größten Talente des deutschen Fußballs gehandelt wurde. Dazu passend erhält Götze für sein schwarz-gelbes Trikot auch eine andere Rückennummer.

Bei den Bayern lief er noch mit der Nummer 19, beim BVB übernimmt er jetzt wie bei seinem Abschied vor drei Jahren wieder die 10.

Es ist die Nummer des Spielmachers. Götze soll und will Verantwortung übernehmen.

Zorcs Warnung trägt Früchte

Doch zurück zu den eindeutig verringerten Social-Media-Aktivitäten des Offensivspielers. Was steckt dahinter?

Offensichtlich hat die Warnung von Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc Wirkung gezeigt. Der hatte Götze und Schürrle in die Pflicht genommen.

"Am Ende geht es für sie vor allem um eines: Leistung bringen, Leistung bringen, Leistung bringen", hatte Zorc in einem Interview gesagt und darauf verwiesen, dass beide "stark im Fokus der Öffentlichkeit stehen."

Diese Mahnung haben sich sowohl Götze als auch Schürrle anscheinend zu Herzen genommen. Aus dem gemeinsamen Urlaub in den USA wurde kein Foto über ihre Accounts verbreitet – dafür sorgten lediglich Ann-Kathrin Brömmel und Schürrles Ex-Freundin Montana Yorke.

Kein Poster-Boy mehr

Die Zeiten, als Götze an seinem Image als Poster-Boy schraubte, gehören offenbar der Vergangenheit an.

Womöglich spielt bei der Wandlung auch Götzes Beraterwechsel eine Rolle. Ende Mai hatte er sich von Volker Struth getrennt, nun vertraut Götze seinem Vater Jürgen und dem Münchner Rechtsantwalt Peter Duvinage.

Es gilt, den Fokus rein auf das Sportliche zu legen. Beim FC Bayern konnte er sich nicht durchsetzen, bei der EM hat sein Ansehen auch im DFB-Team gelitten.

"Weder hinter Mario noch hinter Andre liegen Top-Jahre. Beide gehen keinen einfachen Weg", hatte Zorc festgehalten.

Harter Konkurrenzkampf

Doch auch in Dortmund ist das Angebot an qualitativ hochwertigen Spielern groß. Der Konkurrenzkampf um die Plätze im offensiven Mittelfeld wird hart werden.

Neben Götze und Schürrle bewerben sich Marco Reus, Ousmane Dembele, Emre Mor, Shinji Kagawa sowie die beiden Youngster Christian Pulisic und Felix Passlack um eine Berufung für die Startelf.

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Genau an dieser Stelle wird die Rolle von Thomas Tuchel entscheidend sein. Beim BVB erhofft man sich, dass der Trainer den in den vergangenen Jahren kaum durch Konstanz überzeugenden Götze und Schürrle wieder das nötige Selbstvertrauen einimpft.

Sollte das gelingen, könnte Götze bald auch wieder guten Gewissens ein paar Fotos von privaten Unternehmungen posten.

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