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Werders Torjäger Max Kruse (r.) hat sich gegen Lotte am Knie verletzt
Werders Torjäger Max Kruse (r.) hat sich gegen Lotte am Knie verletzt © Getty Images

Bremens neuer Torjäger Max Kruse zieht sich bei der bitteren Pokal-Pleite gegen Lotte eine Knieverletzung zu. Trainer Viktor Skripnik rechnet mit einer längeren Pause.

Schock für Werder Bremen: Neuzugang Max Kruse droht offenbar eine längere Pause.

Der Offensivspieler erlitt bei der 1:2-Niederlage der Hanseaten im Erstrunden-Pokalspiel beim Drittliga-Aufsteiger Sportfreunde Lotte eine Blessur am Außenband im linken Knie.

"Es kommt alles auf einmal", sagte Werder-Coach Viktor Skripnik am Montag in einer Presserunde. "Max wird  auf jeden Fall längere Zeit fehlen. Wir wollen dennoch eine Reaktion zeigen, die Verletzten-Situation darf keine Ausrede sein."

Der neue Sport-Geschäftsführer Frank Baumann sagte: "Der Ausfall ist natürlich bitter für uns. Max war ein wichtiger Faktor. Wir müssen seinen Ausfall jetzt als Team auffangen."

Wie lange der Ex-Wolfsburger ausfallen wird, soll eine Untersuchung beim Kniespezialisten Dr.Heinz-Jürgen Eichhorn in München ergeben.

Lange Pause für Kruse?

Wie kam es dazu? "Es ist in der ersten Halbzeit im Pokalspiel passiert, Max hat dann noch weitergespielt, doch nach dem Spiel hat er sofort gespürt, dass etwas mit dem Knie nicht in Ordnung ist", berichtete Skripnik.

Aufgrund der Verletzung könnten es bis zu zwei Monate Zwangspause werden.

"Wir müssen jetzt umplanen, es ist so bitter, weil wir für Max das System geändert haben. Nur die Leute, die das spielen können, fehlen uns gerade auch. Wir hoffen, dass Max schnellstmöglich wieder fit wird und werden ihn bis dahin bestmöglich unterstützen", so der Trainer weiter.

Große Personalprobleme vor Bayern-Duell

Durch die Kruse-Verletzung verschärfen sich bei den Norddeutschen vor dem Bundesliga-Auftakt am Freitag (20.30 Uhr im LIVETICKER und in unserem Sportradio SPORT1.fm) beim deutschen Rekordmeister Bayern München die personellen Probleme, speziell in der Offensive.

Skripnik will dennoch Zuversicht ausstrahlen. "Wenn wir mit Angst dahin fahren oder dort zaghaft spielen, dann kriegen wir da sechs Stück." Seine Mannschaft müsse in der Allianz Arena "mutig und mit Selbstvertrauen antreten."

Natürlich habe das Pokal-Aus geschadet, so Skripnik, "ich hoffe aber nicht so sehr, dass wir auch in München neben uns stehen."

Sorgen auch um Pizarro

Neben dem Kruse-Schock ist zudem mehr als fraglich, ob Torjäger Claudio Pizarro, den muskuläre Probleme im Oberschenkel plagen, wieder einsatzfähig ist.

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Das Spiel in Lotte hat Skripnik noch nicht ganz aufgearbeitet. "Es war einfach zu wenig. Am Dienstag habe ich den freien Tag gestrichen, es gibt eine große Analyse."

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