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Kurz vor Schluss gelang den Darmstädtern der Ausgleich © Imago

Darmstadt - Die TSG Hoffenheim verspielt in Darmstadt den möglichen Sieg. 98 kämpft mit allen Mitteln um den Ausgleich und belohnt sich in der Schlussphase. Die Fans stehen Kopf.

Die "Remis-Könige" der TSG Hoffenheim können einfach nicht mehr gewinnen. Auch bei SV Darmstadt 98 kam das Team von Trainer Julian Nagelsmann nicht über ein schwaches 1:1 (0:0) hinaus.

Bei der Rückkehr von Torjäger Sandro Wagner an seine alte Wirkungstätte am Böllenfalltor blieb die Offensive der Kraichgauer erschreckend schwach. (Der Ticker zum Nachlesen)

Die Lilien hingegen feierten drei Tage nach der bitteren 0:6-Klatsche bei Borussia Dortmund die wieder erstarkte Defensive - und den deshalb recht gelungenen 58. Geburtstag von Trainer Norbert Meier.

"Man freut sich für die Jungs, die so viel gearbeitet und von den Torchancen sogar mehr hatten als Hoffenheim", sagte Lilien-Coach Meier bei Sky.

Andrej Kramaric hatte die Hoffenheimer in Führung gebracht (46.), Denys Olijnyk gelang in der Nachspielzeit aber der verdiente Ausgleich. (Die Tabelle der Bundesliga)

Wagner bei Rückkehr wirkungslos

"Wir haben nach 60 Minuten das Fußballspielen eingestellt. Im direkten Schlagabtausch war Darmstadt besser", sagte Nagelsmann. Meier meinte: "Das war unser bestes Saisonspiel. Ich bin über den späten Punktgewinn sehr glücklich. Wir haben direkt nach dem Rückstand reagiert und nach vorne gespielt."   

Vor 15.800 Zuschauern im Jonathan-Heimes-Stadion legten zunächst die Gäste aus dem Kraichgau den besseren Start hin.

Darmstadts Torwart Michael Esser musste schon in der 4. Minute gegen Nadiem Amiri retten. Immer wieder gelangen der TSG gute Kombinationen bis vor das Lilien-Tor. Dort fehlte dann aber die Präzision, um die Überlegenheit der ersten Viertelstunde zur Führung zu nutzen.

Mit zunehmender Spieldauer baute Hoffenheim ab und stärkte damit die zunächst verunsicherten Gastgeber.

Wagner, der Darmstadt in der vergangenen Saison mit 14 Toren fast im Alleingang zum Klassenerhalt geführt hatte, blieb in den ersten 45 Minuten nahezu wirkungslos. Der 28-Jährige ackerte in der ersten Halbzeit als einzige Spitze vergebens, oft kam er den einen Schritt zu spät.

Lilien mit guten Chancen vor Pause 

Dafür wurde es vor dem Hoffenheimer Tor gefährlicher: Angefeuert vom lautstarken Meier hätten die Lilien vor dem Halbzeitpfiff mehrfach in Führung gehen können. Antonio-Mirko Colak zielte zweimal über das Tor (19./32.).

© iM Football

Alexander Milosevic scheiterte per Kopf nach einem Freistoß (28.), zudem grätschte der Innenverteidiger den Ball knapp am Tor von 1899-Torwart Oliver Baumann vorbei (38.).

Meier, der als ältester Bundesliga-Coach doppelt so alt wie sein Gegenüber Julian Nagelsmann ist, hatte seine Startelf nach dem Dortmund-Debakel auf fünf Positionen verändert. Nagelsmann tauschte zwei Spieler aus, da die TSG auch am Wochenende nicht über ein 0:0 gegen den VfL Wolfsburg hinausgekommen war.

Durch das Blitz-Tor des später ausgewechselten Kramaric nur Sekunden nach der Pause wurden den Gäste wieder etwas besser. Allerdings hatte Hoffenheim auch Glück, als Schiedsrichter Frank Willenborg (Osnabrück) nach leichtem Halten von Ermin Bicakcic an Colak nicht auf Elfmeter für die Gastgeber entschied (49.).

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